rocío molina

rocío molina

beim Wachsen zuzusehen, ist ein unglaubliches Vergnügen. Immer wieder bin ich überrascht. Und fasziniert und manchmal auch gerührt. Natürlich haben Israel Galván, Andrés Marín und Belén Maya den Weg bereitet, aber an ihnen haftet das Flamenco-Etikett wie diese kleinen Klebeschildchen, die man nicht vom Finger bringt. Erst dieser selbstbewussten, willensstarken und hochbegabten Person gelang es, sich zu befreien. Sie ist Tänzerin, das vor allem.

Ob man das Wort «Flamenco» nun voranstellt oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen, aber es ist nicht mehr unbedingt notwendig, um die Kunst der Rocío Molina zu definieren. Natürlich ist der Flamenco ihre Basis, ihr Werkzeug, aber er ist nicht ihr Gefängnis. Sie hat so viele Fähigkeiten, dass es ein Jammer wäre, sie einzuschränken. Bei allem, was sie tut, ist sie so unspektakulär, dass man glaubt, was sie immer wieder beteuert: Sie will nicht provozieren und hat auch kein Sendungsbewusstsein. Getrieben von Neugier, wagt sie sich auf unsicheres Terrain, tänzerisch wie musikalisch. Weshalb auch ihr neues Stück «Bosque ardora» von den Puristen heftig kritisiert wurde. Die junge Generation der Flamencas wird jedoch nicht müde, sich jedes ihrer ...

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Tanz Jahrbuch 2015
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 169
von Susanne Zellinger