rob fordeyn

rob fordeyn

In Trajal Harrells «Twenty Looks»-Projekt war er ein Wirbelwind und schleuderte seine Hände durch die Luft wie schlenkernde Flickenpuppen. Später stolzierte er in knapp 20 Zentimeter hohen schwarzen Pumps gleichmütig über die Bühne und moderierte die Modenschau. Egal, ob im knappen Schwarzen oder mit labberigem Sweatshirt, das ihm im Schritt baumelte wie eine volle Windel: Immer trat Rob Fordeyn standesgemäß unangemessen auf – comme il faut.

Seine Ausbildung erhielt er an der Königlichen Ballettschule von Antwerpen, die Tänzerkarriere startete er beim Königlichen Ballett von Flandern. Es dauerte nicht lange, bis William Forsythe auf ihn aufmerksam wurde und ihn einlud, bei seinen Performance-Installationen «Human Writes» und «Heterotopia» mitzuwirken. In Forsythes Umfeld erkundete Fordeyn die Zusammenhänge zwischen tänzerischem Idiom und Stimme (voice), daraus entstand «Noise», seine «neue Sprache». Rob Fordeyn sucht sich seither Projekte aus, die seinen künstlerischen Vorlieben entgegenkommen, etwa bei Choreografen wie Jean-Luc Ducourt, Lisbeth Gruwez, Marc Vanrunxt oder Arco Renz. 2012 schlugen ihn Claudia Castelluccis opernartig-hypertheatrale Kreationen in Bann, und es entstand ...

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Tanz Jahrbuch 2015
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 161
von Merilyn Jackson