jiří bubeníček

Als Tänzer wurde Jiří Bubeníček mit Preisen und Auszeichnungen überhäuft. Nach zehn Jahren als Erster Solist in Dresden verabschiedet er sich in der neuen Saison. In seiner letzten Premiere stellt er sich als Des Grieux in Kenneth MacMillans «Manon» noch einmal einer besonderen Herausforderung.

Seit 1999 ist er auch als Choreograf tätig, hat inzwischen über 40 Stücke entworfen. Zunächst kreierte er handlungslose Werke, die sich aus dem Fluss der Melodik entwickelten.

Der Zürcher Uraufführung von «Le Souffle de l'esprit» bescheinigte Horst Koegler «exquisite, ästhetisch-musikalische Qualität»; besonders den Schlussteil zu Pachelbels Kanon in D-Dur beschreibt er als Tanz «von wunderbarem, kantilenenhaftem Fluss». Inzwischen hat sich Bubeníček dem Handlungsballett zugewandt, ohne die von der Musik grundierte Bildhaftigkeit zu vernachlässigen. Was 2011 mit «The Picture of Dorian Gray» tastend begann, konnte schon 2012 im «Nachmittag eines Fauns» an der Semperoper überzeugen. Der Choreograf stellte den Klassiker der Moderne in die aktuellen Bezüge der Missbrauchs-Debatte und schneiderte die Titelpartie dem Kollegen Raphaël Coumes-Marquet auf den Leib. 2013 empfahl sich Bubeníček mit der ...

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Tanz Jahrbuch 2015
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 158
von Boris Gruhl