der lehrer: rinus sprong
was ist denn De Dutch Don’t Dance Division?
Mein Partner Thom Stuart und ich haben uns bei Introdans kennengelernt, waren zusammen als Tänzer bei Scapino, wollten aber immer selbst künstlerisch tätig sein, choreografieren, Projekte machen. Wir entschlossen uns 1991, eine eigene Gruppe zu gründen, sind aber erst seit 2001 als Kompanie und Stiftung anerkannt, um Geld von anderen Stiftungen und der Regierung erhalten zu können. So ist DDDDD entstanden.
Die Niederlande haben ja nun vielen das Geld gestrichen.
Uns geht es eigentlich gut, weil wir nur einen Anteil von 25 Prozent aus öffentlichen Mitteln benötigen, etwa 170.000 Euro pro Jahr. Den Rest können wir aus unseren Produktionen erwirtschaften, aber auch durch Unterricht, worauf kaum eine andere Kompanie großen Wert legt.
Da wird unter anderem «Creation» unterrichtet. Was ist darunter zu verstehen? Man muss wissen, wie man bei einer Inszenierung die Musik und den Tänzerkörper behandelt – dazu muss man sich selbst entdecken. Und vielleicht auch entdecken, dass man als Tänzer gar nicht das Talent zur «Creation» hat. Ich glaube, dass man zum Choreografieren eine Werkzeugkiste braucht und den Umgang damit üben muss. Ich vergleiche das ...
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Tanz März 2015
Rubrik: praxis, Seite 74
von Arnd Wesemann
Der Unterschied zwischen beiden könnte kaum größer sein. Germaine Acogny, Leiterin der Kompanie Jant-bi im Senegal, setzt auf kulturelle Verwurzelung und lokale Traditionen, die sie mit heutiger Befindlichkeit kreuzt. Robyn Orlin, Vertreterin eines eklektisch zeitgenössischen Stils und leidenschaftliche Provokateurin mit Vorliebe für transdisziplinäre...
ausstellung_________
anne teresa de keersmaeker versucht sich an einer getanzten Installation. Unter dem Titel «Work/Travail/Arbeid» erarbeitet sie ihr Stück «Vortex Temporum» aus dem Jahr 2013 neu: Das polyphon strukturierte Werk, das mit der Linearität und dem Zyklus-Charakter von Zeit spielt, setzt sie der radikal anderen zeitlichen und räumlichen Situation...
Sie war «Die Scheinwerferin» (2011), sie sorgte für «Absolute Helligkeit» (2012). Sie hat einst mit Morgan Nardi die Tanzszene erobert. Heute tut sie das mit Thomas Lehmen. Wer ihre Performances erlebt, ahnt, dass die Tanzbühne selber träumen kann, dass auch das Theater ein Unbewusstes besitzt, dass die kahlen Orte, die sonst Tänzer mit Körpern und mit Sinn...
