Der direkte Weg zu tanz – Vorschau auf kommende Ausgaben
im april: damaskus______
ist buchstäblich der Brennpunkt im Nahen Osten. Die syrische Hauptstadt leidet unter dem Bürgerkrieg – ähnlich wie bis 1990 das benachbarte Beirut. Hier im Libanon gründete der Choreograf Omar Rajeh das Maqamat-Tanztheater und die «Beirut International Platform of Dance», um die Tanzschaffenden im Nahen Osten zusammenzubringen. Der Widerstand gegen diese Kunstform ist noch immer groß. Notgedrungen empfinden sich viele Tänzer als Teil einer Résistance gegen meist religiös motivierte Vorurteile.
Im April lädt Rajeh die vom Bürgerkrieg gedemütigte Tanzszene aus Damaskus ein. Wir sprechen mit ihm vorab. Omar
im mai: le sacre du printemps_____
ist ohne Zweifel das Ballett des 20. Jahrhunderts. Am 29. Mai 1913 im Théâtre des Champs Élysées vorgestellt, ist es nicht etwa deswegen in die Annalen eingegangen, weil die Umstände seiner Uraufführung von allen Beteiligten als ein Skandal empfunden wurden. Strawinskys Musik, seinerzeit nicht unbedingt zur Freude des Komponisten von Vaslav Nijinsky interpretiert, ist vielmehr für alle eine permanente Provokation – sowohl für Choreografen jedweder Couleur, von denen sicher Sasha Waltz auf den Tag genau hundert Jahre ...
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Tanz März 2013
Rubrik: impressum, Seite 80
von
Nanine Linning hat das Herz auf dem rechten Fleck, jedenfalls auf dem T-Shirt, das sie sich zur Verbeugung vor ihrem Premierenpublikum überstreift. Es bekräftigt ihre Liebe zu Heidelberg, das nicht zuletzt unter ihrer Ägide wieder zu einem Zentrum des zeitgenössischen Tanzes aufgewertet werden soll. Mit «Zero» hat sie ihr ehrgeiziges Vorhaben an den Start geschoben...
Ein einziger Schritt verändert die Perspektive, stellt jede Sicherheit wieder infrage. Sinnfällig illustriert James Sutherland den Titel seines Ballettabends, indem aus zwei festen Bezugssystemen wieder vier ratlose Wesen hervorgehen, vier offene Sichtweisen. Es geht nicht um Beziehungen in «Quartett», sondern um die Wahrnehmung, unseren Blickwinkel auf die Welt...
Wer teilt eigentlich – jenseits des Stadttheaters – Produktionsgelder, Residenzaufenthalte, Gastspielgelder, Künstlerpreise zu? Meist: mehrköpfige Jurys. Hinter verschlossenen Türen tagen sie, oft ein- bis zweimal im Jahr – als städtische Gremien, auf Länder- und Bundesebene, bei Stiftungen. Dass nicht ein Einzelner in feudalistischer Manier den Daumen hebt oder...
