Demis Volpi
Im August 2020 fing unsere erste Spielzeit als neugeformtes Ballett am Rhein an. Die Welt stand still, aber wir bewegten uns weiter. Wortwörtlich: Im Ballettsaal, im digitalen Raum und in unseren Köpfen und Herzen wurde unsere Vision für diese Compagnie weitergesponnen, vorangetrieben, vergrößert und bereichert von und mit den Menschen, die mir an den Rhein gefolgt sind, und denen, die hier auf mich gewartet haben.
Trotz Abstand sind wir als Kompanie zusammengewachsen, konnten uns kennenlernen, uns mit Choreograf*innen und ihren Ideen, Visionen und Gedanken zu unserer Zeit auseinandersetzen. Wir haben konzentriert geprobt und neue Stücke entwickelt. Nicht nur ich habe mehrere Stücke choreografiert, auch Twyla Tharp, Aszure Barton, Andrey Kaydanovskiy, Sharon Eyal und Hans van Manen bereicherten unseren Alltag mit ihrer Präsenz, ihrer Persönlichkeit und ihrem künstlerischen Können. Wir haben erste Impulse gesetzt, den Tanz weiterzudenken, und unsere Kunstform mit Menschlichkeit gefüllt. Obwohl das offensichtlichste Ziel unserer Arbeit – die Aufführung – erst mal nicht in Sicht war, oder vielleicht gerade deswegen, haben wir zweimal so hart gearbeitet.
Wir haben dieses Jahr so viel ...
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Tanz Jahrbuch 2021
Rubrik: Pandemie, Seite 93
von
Ein intensiver, forschender, fast brennender Blick in die Augen – dann wirft sie den Kopf voller Schmerz zur Seite und wenig später auch er, in die andere Richtung. «Nachtmerrie» ist nur ein kurzes Duo, aber wieder gibt es bei der Uraufführung am Stuttgarter Ballett so viel Neues in Marco Goeckes Bewegungssprache, für deren Bezeichnung man sich deutschlandweit auf...
Die Covid-19-Pandemie ist zu einer Tragödie für die Welt geworden, auch für die Welt des Tanzes. Von April bis Juni 2020 waren alle Theater geschlossen, Aufführungen wurden abgesagt, Wettbewerbe und Festivals verschoben. Die Tänzer und Tänzerinnen trainierten wie überall via Zoom – und, wichtig, ihre Gehälter wurden weitergezahlt. Im Juli 2020 gingen...
Führen und folgen, das hat er schon als Junge geübt. Er lernte durch den Leistungssport, was Disziplin bedeutet. Und erfuhr am eigenen Leib, dass Stürze manchmal unvermeidlich und bisweilen äußerst schmerzhaft sein können. Der gebürtige Münchner Markus Blume, 46 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Kinder, bewegt sich seit gut dreieinhalb Jahrzehnten auf sehr...
