Dancewalker

Flanieren mit Foofwa d’Imobilité, dem Schweizer Pionier der Tanzwanderung

Tanz - Logo

Das Ende der Welt ist gar nicht so weit weg. Doch um dahin zu kommen, müssen wir die Wege des Genfer ÖVs ergründen. Foofwa d’Imobilité sollte das theoretisch leichtfallen. Er ist hier aufgewachsen. Praktisch aber bewegt er sich, seit er aus New York zurückgekehrt ist, mit dem Fahrrad durch seine Heimatstadt. «Das ist das Schöne an einer so kleinen Stadt: Man kommt überall schnell hin», sagt er, als wir schließlich im richtigen Bus in die richtige Richtung zum Bout-du-Monde an der Arve sitzen, wo Foofwa d’Imobilité für seine Dancewalks trainiert.

Genf hat etwas über 200 000 Einwohnerinnen und Einwohner, gegen die Hälfte davon ohne Schweizer Bürgerrecht. Die Stadt mit UNO-Sitz ist nach Zürich die zweitgrößte Stadt der Schweiz, gleichzeitig die internationalste – und sie gilt in der Schweiz als Großstadt. Und als Dorf für Leute, die längere Zeit in einer der großen Metropolen der Welt gelebt und gearbeitet haben.

Wir treffen uns erst in Foofwa d’Imobilités Studio an der Rue de la Coulouvrenière nahe der Rhone. Im selben Haus sind auch die Studios von Gilles Jobin und La Ribot untergebracht. Foofwa d’Imobilité arbeitet mit seiner Kompanie Neopost Foofwa in Studio Consuelo. «Das ist ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2021
Rubrik: Unterwegs, Seite 14
von

Weitere Beiträge
Mauro de Candia

Als ich vor zwei Jahren entschied, meinen Vertrag über Juli 2021 hinaus nicht zu verlängern, ahnte ich natürlich nicht, dass Monate später Covid-19 unser Leben bestimmen sollte. Damals verspürte ich nur die innere Notwendigkeit, mir mehr Zeit zum Nachdenken und Überdenken meiner Arbeit und meines Tuns überhaupt nehmen zu müssen. Überflüssig zu erwähnen, welch...

Noé Soulier

Covid-19 hat unser Verhältnis zum Körper gestört. Zu den Körpern anderer Menschen, indem es uns zwang, sämtliche Kontakte zu unterdrücken und einen Teil unseres Gesichts zu maskieren, aber auch zum eigenen Körper. Die Menschen, denen wir begegnen, nicht sehen und nicht berühren zu können, führt zur Auslöschung unseres eigenen Körpers. Dieser Prozess wird durch die...

Demis Volpi

Im August 2020 fing unsere erste Spielzeit als neugeformtes Ballett am Rhein an. Die Welt stand still, aber wir bewegten uns weiter. Wortwörtlich: Im Ballettsaal, im digitalen Raum und in unseren Köpfen und Herzen wurde unsere Vision für diese Compagnie weitergesponnen, vorangetrieben, vergrößert und bereichert von und mit den Menschen, die mir an den Rhein gefolgt...