wahrheit

Christopher Wheeldon ist einer der gefragtesten Ballettschöpfer der Gegenwart. Weil er beides beherrscht: den konkreten wie den abstrakten Stoff. Was ist sein Erfolgsgeheimnis?

Het Muziektheater, Amsterdam, Juni 2015: «Cool Britannia» heißt das neue Programm, das der Chef von Het Nationale Ballet, Ted Brandsen, für seine Kompanie bestellt hat. Natürlich bei drei englischen Gentlemen: den Choreografen Wayne McGregor, David Dawson und Christopher Wheeldon. McGregor importiert «Chroma» aus London, die beiden anderen steuern Uraufführungen bei. Wheeldons Beitrag heißt «Concerto Concordia», interpretiert das Konzert für zwei Klaviere in d-Moll von Francis Poulenc. Der Choreograf selbst hat freilich keinerlei Anlass zu Molltönen.

Denn der Artistic Associate des Royal Ballet in London ist gerade für seine Shakespeare-Adaption «The Winter‘s Tale», 2014 für die königliche Truppe entworfen, mit dem Benois de la Danse ausgezeichnet worden, in der Kategorie «beste Choreografie». Er erscheint angemessen stolz zu unserem Treffen: «Eine riesige Ehre für mich! Aber ich kann nicht zur Preisverleihung nach Moskau fliegen, weil ich hier in den Proben stecke, und die Arbeit geht nun mal vor.» Nicht nur Wheeldon, auch der Komponist Joby Talbot ist für die Produktion mit einem Benois ausgezeichnet worden. Wie kriegt man eine derart erfolgreiche Uraufführung zustande? «Mit ...

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Tanz Jahrbuch 2015
Rubrik: Wahrheit, Schock, Nervenkitzel, Seite 55
von Sander Hiskemuller