Christina Ciupke und Mart Kangro

Heidelberg

Schwarze Luftballons ringsum. Wer im Kanuti Gildi Saal in Tallinn seinen Platz erreichen will, muss sich einen Weg erkämpfen. Doch Vorsicht: einmal danebengetreten, zerplatzt nicht bloß ein Traum. «I know what you think» ist auf einem Exemplar zu lesen. Ein Knall, und es ist in Nichts aufgelöst.
Christina Ciupke und Mart Kangro lassen sich Zeit. Sie tasten sich ab – nicht in physischer Hinsicht, sondern im übertragenen Sinn.

«Active in Imagination?» heißt es beispielsweise, «Emotional in balance?», «Responsibility?» oder«Open-minded?» Und jedes Mal reagiert der dermaßen Angesprochene, vor dem anderen sich wälzend mit einem «Agree», «Disagree» oder «Strongly disagree»: ein frivoles Frage- und Antwortspiel, dessen «umwälzendem» Reglement sich die beiden, wie zwei frisch Verliebte, lustvoll unterziehen.
Der Kampf geht in die nächste Runde. Wie schon vor zwei Jahren in «Longer than Expected«, als die beiden die Grundlagen und Kontrollmechanismen physischer Ausdauer untersuchten, gehen die beiden Performer aus Berlin und Tallinn in «Winners versus Losers« bis an die Grenze ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit. Doch was heißt hier gehen? Sie laufen hintereinander her, ohne ein einziges ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz April 2008
Rubrik: Der Kalender, Seite 31
von Hartmut Regitz

Vergriffen
Weitere Beiträge
Inbal Pinto, Avshalom Pollack

Inbal Pinto, Avshalom Pollack “Hydra”

Cute with a little absurdity, humorous with a little nostalgia, this production by Inbal Pinto Dance Company of Israel invites the audience to enter into the playful world of imagination. “Hydra”, premiered at the Saitama Arts Theatre in Japan, is a piece of fantastic charm in light colours. In this international collaboration...

Kevin O’Day und Robert Glumbek

John Neumeier nannte seine Choreografie 1984 «Mozart 338». Kevin O’Day betitelt seine Mozart-Interpretation «Concerto 622». Beide verbündeten sich mit renommierten Modemacherinnen: Jil Sander entwarf für das Hamburg Ballett knallige Kostüme, Dorothee Schumacher nun kreiert für die Damen des Ensembles: überaus dezent und trotz gelegentlichem Glamour von erlesenem...

Bridget Breiner

Bridget Breiner tanzt am 16. und 17. April als Gast bei der Terpsichore-Gala VII des Bayerischen Staatsballetts «Feuilles mortes» von John Cranko und einen Pas de deux aus dessen «Schwanensee» – aber nicht mehr als erste Solistin des Dresden Semper­Oper Ballett und auch nicht, wie davor, als Mitglied des Stuttgarter Balletts, dem sie als Choreografin und...