Bosse in Bewegung
Porsche steckt Geld ins Stuttgarter Ballett, die Stiftung der Reederei Hapag Lloyd fördert das Hamburg Ballett, die Wohnungsbaugenossenschaft Aufbau unterstützt die Festwoche des Thüringer Staatsballetts, eine Sparkassenstiftung hält das Kölner Tanzarchiv am Leben – das sind nur ein paar Beispiele für Sponsorenmodelle, mit denen die Wirtschaft Teilen der Tanzszene unter die Arme greift. Das kapitalistische Mäzenatentum hat seit Jahrzehnten Konjunktur.
Wobei Maler, Bildhauer, Museen und repräsentative Festivals zweifelsohne mehr Geld abgreifen als der Tanz, dessen Image sich offenbar nicht ganz so gut PR-wirksam verwerten lässt.
Abseits der Öffentlichkeit wächst dafür ein Betätigungsfeld, das Tänzern, Choreografen und Performern statt Finanzspritzen ein reguläres Honorar in Aussicht stellt. Noch ist kein riesiger Markt entstanden, und mutmaßlich wird es den auch nicht geben. Aber Findige können vermehrt mit kommerziellen Akteuren ins Geschäft kommen. Stichworte: Coaching, Consulting, Organisationsentwicklung. Oder schlicht «Unternehmenswandel». Dieser Begriff steht auf der Website von Expedere, einer jener Firmen, die anderen Firmen in turbulenten Zeiten mit Rat und Tat zur Seite ...
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Tanz März 2017
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Dorion Weidmann
«Go vegan» ist mittlerweile auch bei vielen Tänzerinnen und Tänzern beliebt, und ich werde oft gefragt, ob eine rein vegane Ernährung nicht zwangsläufig zu Mangelzuständen führt. Wie auch bei anderen Ernährungsformen gibt es darauf keine allgemein gültige Antwort. Die Aussage, dass jemand Veganer bzw. Vegetarier ist, sagt noch nichts darüber aus, was dieser Mensch...
Der «Totentanz I» dauert gerade mal sieben Minuten, aber die haben es in sich. Sobald sich das Dunkel der Bühne lichtet, lassen sich die Verblichenen noch einmal sehen in ihrer ganzen Farbigkeit: blau die dominierende Frauenfigur, springlebendig die rote, ruhiger die grüne, fast ein wenig unscheinbar die gelbe. Schwarze Zwergenhüte auf dem Kopf, könnte man die vier...
3d-film: womb
Genf ist berühmt für den Teilchenbeschleuniger CERN und einen Cho-reografen, der sich in Quantenphysik übt: Gilles Jobin (tanz 4/16). Für so einen ist es ein Kinderspiel, auch mal mit handelsüblicher Fortschrittsware umzugehen, mit Virtual Reality in seinem aktuellen Projekt «VR-I» oder mit 3D in seinem 30-minütigen Film «Womb». Da das Natur-3D der...
