the fact of matter

William Forsythe im Frankfurter Museum für Moderne Kunst.

Man kann hart fallen. Der Boden ist nicht gepols-tert. Die Journalistin landet auf den Knien, es wächst ein kleiner blauer Fleck. Schmerzhafter ist die Peinlichkeit, denn gleich zwei Museumswärter gucken erschrocken. Sie sind postiert, um maximal zwei Menschen zu erlauben, sich in oder an diese blöden baumelnden Turnringe zu begeben. Irgendwie macht‘s ja auch Spaß. Zuschauen ist uninteressant, man muss sich selbst vorarbeiten, von hier nach dort, und hält es für einfacher, als es ist. Jaja, so ist das Leben, die Wirklichkeit, the matter of fact.

Aber nein, die Installation heißt «The Fact of Matter». Sie ist von William Forsythe, also ist der schuld. Am Hinfallen, am Scheitern. Er hat die unter dem gleichen Titel laufende Ausstellung bestückt, mit der das Frankfurter Museum für Moderne Kunst, MMK, etliche seiner «Choreographic Objects» präsentiert, und zwar in Nachbarschaft zu ausgewählten Stücken aus dem Museumsbestand, die Forsythe gemeinsam mit dem Kurator Mario Kramer ausgesucht hat.

Ein Tor, das nach oben hin aufgeklappt ist wie eine Garage und Zugang zu einem großen Käfig erlaubt. Eine Falle. Eine Original-«Fanganlage für Wildschweine» (Andreas Slominski, 1999), die derart in ...

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Tanz Dezember 2015
Rubrik: Bewegung, Seite 4
von Melanie Suchy