bewegung begreifen

Über die Laban/Bartenieff-Bewegungsstudien liegt das von Antja Kennedy herausgegebene Buch «Bewegtes Wissen» vor.

Antja Kennedy, das Buch hat 420 Seiten plus DVD. Das wirkt auf Anhieb wie eine Doktorarbeit. Ist es eine?
Nach meiner Gastprofessur an der Universität Hamburg hatte ich überlegt, eine Doktorarbeit zu schreiben, entschied mich aber dagegen. Ich wollte ein Buch über den aktuellen Stand der Laban/Bartenieff-Bewegungsstudien in Theorie und Praxis für jedermann mit vielen Fallbeispielen. Im Theorieteil beschreibe ich in jedem Kapitel eine der sechs Kategorien der Bewegungsstudien, die auch auf der DVD zu sehen sind.

Das ist bisher in dieser Form noch nicht mal im englischsprachigen Raum publiziert worden. «Bewegtes Wissen» ist von daher ein Grundlagenwerk.

Die sechs Kategorien wirken auf mich wie ein Gerüst, um Anhaltspunkte zu finden, das Flüchtige einer Bewegung zu deuten. Sind sie so gedacht?
Die sechs Kategorien sind unterschiedliche Perspektiven auf ein und dasselbe «Gebäude» – die Bewegung. Wenn ein Architekt ein Haus auf zweidimensionales Papier zeichnet, dann braucht er verschiedene «Ansichten». So ähnlich brauchen wir unterschiedliche Perspektiven auf die dreidimensionale Bewegung. Laban unterschied hier die Kategorien Körper, Raum und Antrieb. Durch Bartenieff und ihre ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Februar 2011
Rubrik: praxis, Seite 66
von Irene Sieben

Weitere Beiträge
emio greco...

Wie animierte Schlenkerpuppen hüpfen die Tänzer durch den Raum. Dabei atmen sie tief, so tief, als wollten sie die Außenwelt in sich aufnehmen. Sie beginnen sich rhythmisch zu schütteln, immer heftiger, werfen die Gliedmaßen in alle Richtungen. Sie drehen sich mit lang gestreckten Beinen und hoch gerissenen Armen in asymmetrischen Figuren: Schlenkerpuppen wie an...

die lehrerin: laura virgillito

Bitte kurz etwas zu Ihrem beruflichen Werdegang.
Ich lernte Ballett und Modern Dance und studierte an der Schule von Martha Graham in New ­York. Die Technik passte gut zu mir, bei der richtigen Lehrerin verstehst du, dass es nicht um hart oder krampfig geht. Nach der Arbeit mit diversen Choreografen ging ich zurück nach Triest, fing an zu unterrichten und suchte...

brüssel: andros zins-browne «the host»

Das «White Bouncy Castle», bekannt als schneeweiße Hüpfburg, die William Forsythe zusammen mit Dana Caspersen 1997 für Londons Artangel schuf, haben mittlerweile Tausende besprungen. Auf Luftkissen zugleich die Balance zu halten und zu tanzen, das tut weh. Der New Yorker Kunststudent Andros Zins-Browne, den es an die Brüsseler Schule P.A.R.T.S. verschlug, hat...