Berliner Clubleben: Traumabar und Kino
Die Berliner Tanzszene taucht gerne ab, hinunter zu Orten, die der Kulturbetrieb der Stadt sonst nicht im Blick hat: diesmal in die Traumabar. Unweit des Hauptbahnhofs, in einem seelenlosen Neubaugebiet auf dem ehemaligen Grenzstreifen, hat sich ein anonymer Investor einen Traum wahr gemacht: einen Mix aus Club und Kunstbetrieb auf einem Gelände mit alten Garagen. Vor der Tür lungert ein Türsteher, dahinter empfangen zwei Bars, Tanzflächen, auch ein Kino.
Ein-, zweimal die Woche produzieren hier Madalina Stanescu (die aus der Galerieszene stammt), Kyle van Horn (aus der Musikszene) und Troels Primdahl (aus der Tanzszene) einen Mix aus Performance und Party. Ihr Konzept schlug im Sommer 2018 ein wie ein Meteorit. Keine Gastspiele, sondern dank eigenem Tanzstudio (im Bau) selbst finanzierte Premieren wie die Raumbespielung «Empty Hour», produziert von Kassels Tanzchef Johannes Wieland und Troels Primdahl, der als Kurator auch jungen Choreografen wie Yotam Peled aus Israel (Mentor: Hofesh Shechter) eine erste Chance gibt. «Im Prinzip experimentieren wir als ein privates Kulturzentrum an den Schnittstellen von Tanz, DJing, Fashion und Videokunst», erzählt der 35-Jährige.
In Aarhus hat ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
«Mach doch was mit Tanz», hatte seine Mutter gesagt. Und da Mark Christoph Klee gerade nichts Besseres einfiel, bewarb er sich in Amsterdam an der University of the Arts – und wurde genommen. 1993 im beschaulichen Neumünster geboren, hatte er als Jugendlicher viel getanzt, vor allem Hip-Hop. Ab 2012 studierte er Modern Theatre Dance in Holland, eine Dringlichkeit...
Kein Conférencier, keine Witze, keine «Tada-Gesten» («seht her, ich hab’s geschafft»), keine Handlung, nicht mal Nummern – kein Zirkus, nichts von dem, was das Varieté sonst so berechenbar in akrobatische Miniaturen zerlegt. Stattdessen sehen wir: reine Choreografie für ein geschlossenes Ensemble ohne Stars. Tapfere acht plus ein Musiker, alle aus dem australischen...
Das renommierte «Holland Dance Festival» ruft in diesem Jahr zwei Tage lang zu «DanceAble #3» − einer Plattform rund um alle Aspekte der Inklusion.- Den Auftakt macht ein Symposium, das unter anderem mit einer Lecture Performance von Claire Cunningham punktet. Es folgt die Bühnenprobe aufs Exempel, nämlich die Vorstellung «Step into the Future», an die wiederum...
