Berlin

Mit 80 Tänzern und einem Budget von 7,5 Millionen Euro hat Vladimir Malakhovs Staatsballett soeben das Stammhaus Unter den Linden wegen Renovierung verlassen und bespielt neben der Deutschen Oper reihum auch das Schiller-Theater und die Komische Oper. Möglichst ­viele Häuser bespielt auch Sasha Waltz, durch eine seltene Mischfinanzierung: Sie hat beim Berliner Senat soeben eine Erhöhung ihrer institutionellen Förderung um 375.000 Euro auf 975.000 Euro erlangt, zuzüglich den 875.000 Euro aus dem Hauptstadtkulturfonds (HKF).

Im Gegenzug wurde mit ihrer Kompanie eine erhöhte Sichtbarkeit in Berlin vereinbart. Realisiert wird sie durch eine Kooperation mit dem (eigentlich für Gastspiele) zuständigen Festival «spielzeit’europa» der Berliner Festspiele. Waltz’ Heimatspielstätte, das privatwirtschaftlich geführte Radialsystem V, erhält eine Spielstättenbeihilfe von nur 56.200 Euro. Zum ersten Mal wurde eine Choreografin, Constanza Macras, in die vierjährige Konzeptförderung des Landes mit einer jährlichen Zuwendung von 120.000 Euro aufgenommen. Die Summe für die bei der Schau­bühne angesiedelte Argentinierin soll den Übergang zur institutionellen ­Förderung vorbereiten und dient der ...

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Tanz Jahrbuch 2010
Rubrik: Diagnose: Tanz in den Ländern, Seite 44
von Arnd Wesemann

Vergriffen