Ausstellungen 5/22
JAHRESTAGE. GESCHICHTEN AUS DER GESCHICHTE DES TANZES
Die Musealisierung des Tanzes ist ein zweischneideiges Schwert: Einerseits ist der Tanz flüchtig wie kaum eine andere Kunst, exisitiert nur im Moment der Aufführung. Andererseits will man natürlich archivieren, der Nachwelt etwas hinterlassen. Das Deutsche Tanzarchiv in Köln hat diese Aufgabe übernommen und präsentiert Teile seines umfangreichen Archivs in der «Jahrestage. Geschichten aus der Geschichte des Tanzes» betitelten Ausstellung. Angekündigt ist «ein subjektiv-historisches Panorama der Tanzkunst im 20.
Jahrhundert aus der Perspektive seiner großen und kleinen, prominenten und weniger prominenten Akteure». Vielleicht muss das Thema mit diesem leicht spröden Unterton angegangen werden, damit man versteht, dass ein Archiv erstens unverzichtbar ist und zweitens ein Reservoir, in dem sich verfängt, was von der Kunst übrig bleibt. Bis 26. Februar 2023; www.deutsches-tanzarchiv.de
Dessau, Bauhaus Museum, www.bauhaus-dessau.de
«Bühnenpuppen. Oskar Schlemmer und Kia LaBeija»: Historische Dokumente zu Schlemmers «Triadischem Ballett» treten in Dialog mit der Videoinstallation zur Performance «(Untitled) The Black Act (2019)» der ...
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Tanz Mai 2022
Rubrik: Kalender, Seite 53
von
Wohl dank Jérôme Bel zählt das Zürcher Theater Hora europaweit zu den bekanntesten Kompanien des inklusiven Tanztheaters. Bel choreografierte die Truppe 2012 unter dem ebenso lapidaren wie heute kaum mehr als korrekt empfundenen Stücktitel «Disabled Theatre». Was der französische Choreograf vorfand, war die 1993 gegründete Kompanie für Menschen mit «different...
Es waren die Augen, die in Pavel Mikuláštíks Tanzstück «La Strada» nach Federico Fellinis Kultfilm ans Herz gingen: Rafaële Giovanola tanzte als Gelsomina jenes arme Kind, das von der Mutter an einen Gaukler verscherbelt wird, der es am Seil hinter sich herzieht und für seine Zirkusnummern dressiert. Und es gelang Giovanola, das Publikum zwei Stunden lang als...
Ein Triple Bill ist nicht zuletzt die Gelegenheit, unterschiedliche choreografische Sprachen an einem Abend kennenzulernen. Der Oldenburger Ballettdirektor Antoine Jully (tanz 2/21) führt diesen Gedanken noch weiter: Nicht nur drei verschiedene Choreografen beliefern «Verklärte Nacht», der Abend ist mit Neoklassik, Ballett und (Post-)Moderne auch ein angedeuteter...
