Ausstellungen 12/19
Body Performance
Ende der 1970er-Jahre ließ Robert Longo etliche Männer auf dem Dach seines Lofts an der Manhattan Bridge in wilden Tänzen wie im Kugelhagel sterben. Die berühmte Fotosequenz «Men in the Cities» setzt auf Zitate aus amerikanischen Western, Kriegs- und Gangsterfilmen, inspiriert durch ein Filmstill aus Rainer Werner Fassbinders «Der amerikanische Soldat» (1970). Fotografie und Performance – diese Beziehung zwischen Künstlern vor und hinter der Kamera hat Tradition.
Das Tanzmotiv findet sich etwa zur gleichen Zeit auch bei -Jürgen Klauke und Cindy Sherman, gleich darauf bei Robert Mapplethorpe, Erwin Wurm und Bernd Uhlig, dessen Fotokunst am Beispiel Sasha Waltz nun auch in einem eigenen Katalog Niederschlag findet. Lang und namhaft ist die Liste der Kunstschaffenden in dieser Berliner Ausstellung, zu sehen im Museum für Fotografie vom 30. November bis zum 10. Mai.
Berlin, Museum für Fotografie/Helmut Newton Stiftung, www.helmut-newton-foundation.org Ausstellung «Body Performance». Bis zum 10. Mai 2020
Den Haag, Gemeentemuseum, www.gemeentemuseum.nl
«Let’s Dance!», Fashion in dance, from tutus to sneakers. Bis zum 12. Jan.
Düsseldorf, Theatermuseum, www.duesseldor ...
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Tanz Dezember 2019
Rubrik: Kalender, Seite 46
von
Für mich ist Billy Forsythe der ultimative Klassiker. Ein wahrer Erbe von Petipa und Balanchine. Sein Verständnis der reinen klassischen Linie, ihrer Wurzeln, Strukturen und ihres Vokabulars sowie dessen, was «klassisch» wirklich bedeutet – all das hat ihm die Freiheit gegeben, die Regeln zu brechen und diese Sprache weiterzutreiben als irgendwer anders. Ich bin...
Viel muss Amilcar Moret Gonzalez’ Eugen Onegin nicht machen. Ein Glas leeren, eine Zigarre rauchen, einem Lakaien Hut und Mantel reichen. Tanzen? Ach was. Kurz wird er genötigt, ein paar Schritte zu vollführen, Sprünge, Drehungen, das macht er kalt lächelnd mit, und schon liegen ihm alle Herzen zu Füßen. Die Bühne gehört ihm, sobald er sie betritt.
Alexander...
Natürlich könnte man sagen, seine Interessen wären ihm schon in die Wiege gelegt worden; der Vater war schließlich Opernsänger, die slowakische Mutter im selben Theater Tänzerin. Andreas Heise, noch zu DDR-Zeiten in Halberstadt geboren, sieht das realistischer. «Ich war schon als kleiner Junge bei Proben dabei und habe vermutlich so ganz unbewusst viel von dem...
