Ausstellung

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esprit montmartre

Tanzlokale und Varietés, Bordelle und Künstlerspelunken, dazwischen rustikale Ballhäuser, in denen sich schnieke Paare drehten: So schillernd zeigte sich das Pariser Vergnügungsviertel Montmartre zur Zeit der Belle Époque. Mag das Quartier um die Place Pigalle heute allenfalls zum biederen Junggesellenabschied taugen, so schlug es damals zahllose Maler, Dichter, Verleger in seinen Bann.

Auf der sündigen Meile ließ sich mit wenig Geld überleben, die Doppelmoral machte zwischen Kunst und Käuflichkeit, Poet und Prostituierter ohnehin keinen Unterschied. Weshalb Aufsteiger gerne das Weite und, wie Pablo Picasso, anderswo eine Bleibe suchten. Picassos Ruhm aber wurzelt hier, wo auch Edgar Degas, Vincent van Gogh und Henri de Toulouse-Lautrec den Pinsel schwangen.
Zweihundert Montmartre-Bilder reiht die Frankfurter Schirn in «Esprit Montmartre» zu einem Milieu-Panorama, bis zum 1. Juni, schirn.de.

Dessau, Bauhaus, bauhaus-dessau.de
«Mensch – Raum – Maschine. Bühnenexperimente am Bauhaus» (tanz 1/14). Bis 21. April

Dresden, Deutsches Hygiene-Museum, dhmd.de
«tanz! – Wie wir uns und die Welt bewegen» (tanz 1/14). Bis 20. Juli

Essen, ...

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Tanz März 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 48
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imagetanz

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Screening

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