ausstellung & tv
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edgar degas. das spätwerk
In seiner postimpressionistischen Schaffensphase bevorzugte Edgar Degas (1834-1917) Pastellkreide als Zeichenutensil, um Tänzerinnen darzustellen. Dank der schmiegsamen Substanz der Stifte wird jede Farbe puderfein aufs Papier gestreut – was, wie die Schweizer Schau zeigt, der Flüchtigkeit des Sujets und der Arbeitsweise des Malers entgegenkommt: Degas schraffiert, tupft, verwischt die Haltungen, Blicke und Konturen mit leuchtenden Farben, deren lose Pigmente nur temporär am Untergrund zu haften scheinen.
Kongenial gehen hier die transitorische Verfasstheit des Tanzes und des Pastells ineinander auf. Selten sind dabei Tanzbewegungen zu sehen, vielmehr die Vorbereitungen darauf, das Ausharren vor dem Auftritt. Die Tänzerinnen berühren die eigenen Glieder und Röcke, sie gewahren den eigenen Körper, dessen Bewegungen auf die Bühne und wieder herunterwehen werden. Die Fondation Beyeler widmet sich mit der Ausstellung zum ersten Mal überhaupt in der Degas-Rezeption dem Spätwerk des Künstlers, das vornehmlich Tänzerinnen und Frauen bei derToilette zeigt. Auch seine Kleinplastiken werden erstmals gebührend gewürdigt.
Bis zum 27. Januar in ...
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Tanz Januar 2013
Rubrik: kalender und kritik, Seite 50
von
braucht neues Briefpapier: Seit Mitte November darf sich ihre Kompanie offiziell «Badisches Staatsballett Karlsruhe» nennen. Anders als bei den großen Schwestern in München und Berlin, wo mit dem Titel Staatsballett vor allem strukturelle Änderungen verbunden waren – beim Bayerischen Staatsballett 1989 eine weitgehende Emanzipation vom Opernintendanten, in Berlin...
brug schaut dvd_________
dornröschen
Schon beim Studium des Besetzungszettels für das neue, goldstrotzende «Dornröschen», das kurz nach der Eröffnung des renovierten, sehr goldstrotzenden Bolschoi-Theater Premiere hatte und weltweit in die Kinos übertragen wurde, fällt auf: Neben dem Bolschoi-Star Svetlana Zakharova als Aurora steht da als Prinz – David Hallberg,...
Geblendet, schließt der Zuschauer erst einmal die Augen. Kaum dass er sie wieder öffnet, sieht er sich konfrontiert mit einer anderen Welt. Die Bühne ist eingedunkelt, der Boden spiegelglatt. Von hinten fällt das Licht wie gefiltert auf unzählige Silberkabel, an denen Myriaden von Mikrofonen hängen. Vielfach geschichtet, wirkt die Installation von Anette Hachmann...
