auf tanzfühlung

In Bremen zeigt die gehörlose Tänzerin und Choreografin Doris Geist an der Schnittstelle von Gebärdensprache und zeitgenössischem Tanz, wie inklusive Kulturarbeit funktioniert

Gestreckter Zeige- und Mittelfinger der aktiven Gebärdenhand – auch Gehörlose scheiden sich in Rechts- und Linkshänder – kreisen über der offenen Handfläche der passiven Hand. In der deutschen Gebärdensprache (DGS) ist das die Gebärde für «Tanz». Mit diesem Signal bekundet die in Bremen lebende gehörlose Tänzerin, Choreografin und Gebärdensprachdozentin Doris Geist ihre große Leidenschaft: auch auf dem Flyer, mit dem sie für ihre im vergangenen August eröffnete Gebärdensprachschule «Gebärdenfreude» wirbt.

Ihre beiden Berufe, den künstlerischen und den didaktischen, bringt sie mühelos unter einen Hut. Nur manchmal, bekennt sie lachend, wird sie von ihren DGS-Schülern ein wenig gebremst. Immer dann nämlich, wenn das unbändige Temperament der Bewegungskünstlerin – zum Nachteil der überaus sauber auszuführenden DGS-Gebärden – kurzzeitig die Oberhand gewinnt.

Besondere Fähigkeiten

Mit einem Workshop zum naheliegenden Thema «Hände» eröffnen Geist und ihre hörende Kollegin Corinna Mindt an diesem stürmischen Herbsttag Ende Oktober das Projekt «teaching days», eine Fachtagung, die zeitgleich mit dem fünftägigen internationalen Festival inklusiver Tanzkunst «eigenARTig» in der Bremer ...

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Tanz Dezember 2013
Rubrik: praxis, Seite 66
von Marc Staudacher

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