auf in den kampf

Endlich zeichnet sich ein Durchbruch ab, endlich verschafft der Tanz seinen Interessen politisches Gehör. In Berlin formierte sich jüngst die Lobbyfront. Mit dabei: Bea Kießlinger, Netzwerkerin aus dem Ländle

Wir kommen! Der Tanz stellt sich auf, Arm in Arm, und marschiert gen Reichstag. Ganz so demonstrativ war es zwar nicht, aber das Symposium «Tanz und Politik» in Berlin Anfang Mai stellte doch eine Art Verbund oder Verbundenheit dar, die politische Entscheider beeindrucken konnte. Ob es wirklich ein «historischer Moment» war, wie hoffnungsvolle Tanzverbandsvertreter sagten, wird sich noch herausstellen. Die Chancen stehen gut. Gerade wenn man sieht, was eine Tanzlobbyistin wie Bea Kießlinger schon hinbekommen hat.

Das eintägige Symposium im schönen Kunstquartier Bethanien hat der Dachverband Tanz Deutschland veranstaltet, in dessen neunköpfigem Vorstand sie sitzt. Typisch für dessen gründlich-aufwändiges Vorgehen: Schon einen Tag vorher trafen sich die Mitglieder des Verbands, abends luden sie zum Runden Tisch, der eckig war und in der ungemütlichen Akademie der Künste neben dem Brandenburger Tor auch mit ein paar Politikern aufwarten konnte; einen Tag später setzte sich die Tanzproduzentengruppe «infoplus» zusammen. Und drei Tage vorher hatten sich Protagonisten der Tanzszene Baden-Württembergs in Freiburg getroffen zum Erfahrungsaustausch mit externen Fachleuten. Hier wie dort ...

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Tanz Juni 2014
Rubrik: ideen, Seite 64
von Melanie Suchy

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