gehen wir zu dir

Warum immer nur im Theater? Avi Kaiser und Sergio Antonino tanzen auch bei Ihnen zu Hause, «At your place»

Tanzen kann man überall. Im Wohnzimmer, in der Wüste Negev, im Fahrstuhl. Solange man allein ist. Kaum aber will einer vor wildfremden Leuten in der U-Bahn, im Supermarkt oder auf den Tischen im Restaurant tanzen, da ist Schluss mit lustig. Dann wird die Welt zu eng, der Tanz rückt einem auf die Pelle, und die Haut wird einem unwohl. Wenn einer tanzt, nimmt er sich mutwillig Raum. Darum nehmen wir Anstoß, sobald einer stoßweise seine Gesten in die Luft tanzt, ohne Rahmen, ohne Bühne oder ohne kollektives Klubgefolge.

 

 

In Duisburg lebt das Choreografenpaar Avi Kaiser und Sergio Antonino. Die beiden reisten nach Israel. Eingeladen waren sie bei der Tochter der Gründer des Habimah-Theaters in Tel Aviv, Dalia Friedland. Dort tanzten die beiden recht mutwillig, als Dank für die Gastfreundschaft. Es wäre ein lustiger Nachmittag in privater Runde geblieben, hätte in dieser großbürgerlichen Stube nicht Avishai Finkelstein auf den Auslöser gedrückt. Mit dem hier abgedruckten Werk gewann der israelische Fotograf den ersten Preis in der Kategorie «Kultur und Kunst» beim Vorentscheid zum Fotowettbewerb von World Press. 

 

Prompt wollte jeder in Israel die Tänzer Avi Kaiser und Sergio ...

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Tanz April 2010
Rubrik: bewegung, Seite 4
von Arnd Wesemann

Vergriffen