Dario Tortorelli

Tanzakteure mit den besten Aussichten

Nach seiner Ausbildung in klassischem und zeitgenössischem Tanz in Italien und Frankreich zog Dario Tortorelli 2001 in die Niederlande. Hier arbeitete er u. a. mit den Choreografinnen Conny Janssen, Ann Van den Broek und Lucinda Childs sowie mit der Kompanie Introdans zusammen. Seit Beginn seiner eigenen choreografischen Tätigkeit und der Suche nach dem perfekten Image – zunächst in Solos, dann in Gruppenarbeiten – konzentriert sich sein Schaffen um die fiktive (Alter-Ego-)Figur des «Romeo Heart».

Dem Thema «Identität» widmet sich auch «D NO BODY», eine Reihe von Tanz-Installationen, zu der sich Tortorelli zunächst von Ikonen der Pop-Kultur und des Glamrock isnpirieren ließ, darunter David Bowie, Michael Jackson, Madonna und Lady Gaga. 

Sein jüngstes Stück «D NO BODY #TRANSCENDING» dagegen schlägt andere ästhetische Wege ein: Drei Performer, anfangs nackt und verletzlich in der Ödnis eines Gasometers auf einem Maastrichter Industriegelände sich verlierend, bewegen sich zunächst jeder für sich durch den Raum. Erst später suchen sie die Nähe zueinander, suchen zaghaft nach einer Balance des Miteinanders und gelangen schließlich in formvollendeten skulpturalen Posen zu einer Art ...

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Tanz Jahrbuch 2018
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 175
von Marcelle Schots

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3. Tänzerin des Jahres / Female Dancer of the Year
4. Tänzer des Jahres / Male Dancer of the Year
5. Kompanie des Jahres / Company of the Year 
6. Erfreulich war ... / Positive development
7. Ärgerlich war ...  / Negative development


Ora Brafman, Tel Aviv, Jerusale...

Ivan Liška

Für mich ist Heimat natürlich mein Geburtsland, die Tschechoslowakei, und: ihre Landschaft, ihre Sprache (Tschechisch und Slowakisch), ihre Literatur (Karel Čapek, Jaroslav Seifert, Bohumil Hrabal, Milan Kundera), ihre Musik (Antonín Dvořák, Bohuslav Martinů, Leos Janáček), ihre Volks-tänze und die Malerei (František Kupka, Josef Šíma, Jan Koblasa, Zdeněk Sýkora)....

Sehnsucht nach Geborgenheit

Heute über Heimat zu sprechen, heißt häufig über ihren Verlust zu reden. Die Sehnsucht nach heimatlicher Zugehörigkeit tritt ein, wenn man sie gerade zu verlieren scheint oder bereits verloren zu haben glaubt. «Heimatverlust» bewirkt einen Phantomschmerz, meist bleibt er unerlöst. Die äußere Heimat – der Boden, der Wald, das Land, der Raum – ist faktisch ja nach...