Sarah Neef

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Sarah Neef stellt sich die meisten Fragen selbst. Warum muss eine 27-Jährige jetzt schon eine Autobiografie schreiben? Ist die Tänzerin nicht zu jung dafür? Hat das «Wunderkind», das sie ihrer Meinung nach nie gewesen ist, nicht noch was vor sich? Vor allem hat Sarah Neef schon einiges hinter sich. 1981 in Böblingen bei Stuttgart geboren, verliert sie aufgrund eines Geburtsfehlers ihr Gehör: ein Schock, aber die Eltern geben nicht auf.

Unendlich liebevoll bereiten sie Sarah auf eine Welt vor, die die Kleine anders wahrnehmen muss als gewöhnliche Menschen: Nicht bloß mit ihren großen Augen, sondern mit jeder Faser ihres Körpers. «Taubheit ist nicht das Gegenteil von Hören», sagt sie, sondern «eine Stille voller Klänge». Sie «hört» mit der Haut, mit den Schädelknochen, mit den darunter liegenden Gewebeschichten, die für Vibrationen besonders empfindungsfähig sind, hört auf die Musik, die sie inwendiger, inniger, vielleicht auch intensiver spürt als andere Tänzerinnen. 

Denn das ist Sarah Neef vor allem: eine Künstlerin, die sich ihren Platz auf der Ballettbühne wie in der «Welt der Hörenden» erobert hat. Wie sie das erreicht, wie sie ihr Abitur und ihr Psychologiestudium mit Bestnote ...

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Tanz August/September 2009
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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