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Boris Charmatz ist wieder da. Mit «Régi». Und mit Raimund Hoghe. Über die Begegnung der beiden Avantgardisten in Genf berichtet Gerald Siegmund

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Ssssssss. Rtschschhhh. Leise, fast unhörbar hohe Töne sirren durch den Raum. Die Luft flirrt und vibriert. Irgendwo auf der dunklen Bühne, von der ein schwarzer Teppich wie ein schmales Band zur Rampe auf die Zuschauer zuläuft, bricht etwas auseinander, reißt etwas ab, dehnt sich etwas knarzend aus. Ritsch. Ein kleiner Kran dreht sich wie der Arm einer Krake durch den Bühnenraum, als suche er nach Eindringlingen oder leichter Beute. Zwei Winden sind als Augen daran befestigt, durch die zwei Seile laufen.

Ein Motor spannt eines der Seile immer wieder an, wickelt es auf, bis es so straff sitzt, dass es aus einer seiner unzähligen Befestigungen an der Bühnenwand herausspringt. Ratsch, pling, ssssssss – das klingt so, als stürze das ganze Theater jeden Moment ein. Wie zwei Nerven laufen die Seile kreuz und quer über die Bühne und verwandeln sie in einen lebenden Organismus, der auf Krafteinwirkung und Energiefluss reagiert und sich verändert.
An der linken Bühnenwand am Ende der ersten Informationsbahn liegt ein dunkles Häufchen, das langsam zur Bühnenmitte gezogen wird. Der Arm hebt das in der Mitte abgeknickte leblose Ding an einem überdimensionierten Haken in die Höhe, schüttelt es ...

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Tanz März 2006
Rubrik: tanz-kunst, Seite 54
von Gerald Siegmund

Vergriffen
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