Choreografin des Jahres: Sharon Eyal
Sharon Eyals unverwechselbarer Stil ist ein Markenzeichen. Er zeichnet sich durch rhythmische Schritte, pulsierende Ensembles sowie eine Vorliebe für Struktur und Symmetrie in Vollendung aus: Hypnotische Klangwelten und schnörkellose Bühnenbilder unterstreichen die dramatische Dimension der Körper. In Summe entsteht daraus eine einzigartige künstlerische Welt. Innerhalb dieses Settings erfrischt die israelische Choreografin, die seit langer Zeit in Frankreich lebt, mit jeder neuen Produktion auch den eigenen Blick.
Sie lässt sich dabei nicht von theoretisch-abstrakten Themen leiten, sondern von gelebter Erfahrung, wobei sie die Freuden des Clublebens ebenso einbezieht wie die dunkleren Momente des Daseins. Im Laufe ihrer dreißigjährigen Karriere hat Sharon Eyal ein umfangreiches Werk geschaffen, das sich wie ein großes Mosaik beschreiben lässt: Stein für Stein nehmen darin die Komplexität und Tiefe des menschlichen Lebens Gestalt an und erinnern uns daran, dass der Körper Träger von Wahrheiten und Gefühlen zugleich ist. «Das Leben inspiriert mich», sagt die Choreografin und betont zugleich, dass das Kunstschaffen umgekehrt eben auch «eine Inspiration für mein Leben» sei: «Seit ich ...
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Tanz Jahrbuch 2026
Rubrik: The winners are..., Seite 118
von Maria Luisa Buzzi
Als ich zu den Wiener Proben meines letzten Stücks kam, sah ich Sophia zum ersten Mal auf der Bühne. So eine Figur hatte ich noch nie geschrieben. Sophia ist eine Künstliche Intelligenz, ein Humanoid. Die anfänglichen Bewegungen der Schauspielerin Silvia Meisterle für die ersten Sophia-Szenen waren die Vorstellung eines Körpers, der nie müde wird und keine...
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