Keine Egomanie

Ted Brandsen, Direktor von Het Nationale Ballet, verabschiedet sich aus dem Chefbüro. Aber nicht vom Tanz. Getroffen hat ihn Gabriele Klein

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«Meiner Meinung nach ist er der beste künstlerische Leiter, den Het Nationale Ballet je hatte», lobte der unlängst verstorbene Meisterchoreograf Hans van Manen den Direktor der Amsterdamer Compagnie, Ted Brandsen, in einem Fernsehinterview noch vergangenes Jahr. Dieses Lob teilen wohl viele, die Brandsens Arbeit kennen.

Ob die Tänzer*innen und Mitarbeiter*innen von Het Nationale Ballet (HNB), das Publikum, das zu den fast immer ausverkauften Aufführungen in den voluminösen Bau an der Amstel kommt, die Partner und Sponsoren – sie alle sind sich wohl einig, dass Ted Brandsen in seinen insgesamt 23 Jahren als Ballettdirektor einen ausgezeichneten Job gemacht hat. Und ebenso einig, dass es vor allem ihm zu verdanken ist, dass HNB, die größte Compagnie der Niederlande, nun hohes internationales Ansehen genießt.

In Ted Brandsens Jugend war diese Karriere nicht vorgesehen. Erst spät fand er seinen Weg zum Ballett. 1959 in Kortenhoe/Nordholland geboren, hatte Brandsen sein erstes Ballett «Giselle» erst ein Jahr vor seinem Schulabschluss in der Stadsschouwburg, dem heutigen Internationaal Theater Amsterdam gesehen. 1977 folgten «5 Tango’s» von Hans van Manen. Diese beiden Stücke, ein ...

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Tanz Juli 2026
Rubrik: Menschen, Seite 20
von Gabriele Klein

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