Newcomer*in: Benze C. Werner

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22. April, 11:05 Uhr, Sprachnachricht von Benze C. Werner: «Hallo, what the fuck – heute Nacht aufgewacht und mich gefragt, was ich da gestern im Interview gesagt habe: Was an meinen Stücken queer ist? ‹Nothing is queer!› Ähm. Ich revidiere ein paar meiner Aussagen. Ok, just my morning thoughts.

»

Am Vortag, auf einer Parkbank in Köln – Frage: «Denkst du, Leute, die nichts mit Tanz zu tun haben, kommen wegen der Queerness in deine Stücke?» Antwort: «Ich fände es ein wenig platt zu sagen, es ginge nur um Queerness, denn es geht mir in meinen Stücken – as simple as it can be – um … emotions and how to get the emotions out of your fucking body during I invite other people to connect.»

Benze C. Werner, Choreograf*in & Performer*in, verhandelt in den eigenen Arbeiten queere Verwandtschaften, Intimität und Politiken der Lust. Im Zentrum steht dabei ein Interesse an bewegungsbasierten Live-Performances mit einer starken Verbindung zu Musik und Sound. Die choreografische Handschrift ist geprägt von Prinzipien des Line Dance: ein Score aus wiederkehrenden Schritten, dem die Performer*innen ihren eigenen «spice» hinzufügen können – eine Praxis, in der sich trotz Restriktion eine spezifische ...

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Tanz Juni 2026
Rubrik: Side step, Seite 20
von Thaddäus Maria Jungmann

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Kein Fluchtweg

Das Performative ist bei der 61. «Biennale di Venezia» keineswegs zweitrangig. Im Gegenteil: Es prägt den Gang durch die Giardini maßgeblich. Der diesjährige Ausstellungstitel «In Minor Keys» – er stammt von der vor einem Jahr verstorbenen Kuratorin Koyo Kouoh – deutet bereits auf ein introspektiveres, gefühlsbetonteres Register hin: eine Biennale in Moll...