Multitasking

Franka Marlene Foth choreografiert auf vielen Kanälen – analog und digital, für Live-Performances und Netflix. Zum Interview getroffen hat sie Johanna Rau

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Die Liste ihrer Berufsbezeichnungen ist lang: Tänzerin, Choreografin, Regisseurin, Kuratorin, Creative Director, Leiterin des Kollektivs FMKF. Zu ihren Arbeiten zählen Performances, Tanzfilme, Musikvideos, Werbespots, Choreografien für Fashion Shows und und und …. Franka Marlene Foth überschreitet Genre-Grenzen, auch im Tanz. Wir treffen uns im Café der Berliner Schaubühne.

Marlene, schon Dein Einstieg in den Tanz war facettenreich.


Das stimmt, ich habe als Kind gleichzeitig angefangen, Ballett und Streetdance zu tanzen, das heißt, ich hatte von Anfang an Zugang zu zwei Welten. Dann bin ich einfach meinem Interesse gefolgt – der Bewegung. Ich hatte nie im Kopf: «Ich will Tänzerin werden», das ist einfach passiert. Ich bin jeden Tag obsessiv ins Training gerannt und habe immer mehrere Stile parallel trainiert. Mir wurde schnell langweilig, wenn ich eine Sache zu lange gemacht habe. Mit 16 hatte ich meinen ersten Job als Tänzerin, habe im Kommerziellen gearbeitet. Das hat großen Spaß gemacht, aber mir hat immer irgendwas gefehlt oder nicht gepasst. Ich wollte eher ans Theater, vor allem an eigenen Kreationen arbeiten. Später habe ich eine Ausbildung zur zeitgenössischen ...

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Tanz 4 2023
Rubrik: Praxis, Seite 59
von Johanna Rau

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