Christopher Wheeldon «Like Water for Cchocolate»

London

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Christopher Wheeldon hat es geschafft, «Bittersüße Schokolade» (so der deutsche Titel des Erstlingsromans «Como agua para chocolate» der mexikanischen Schriftstellerin Laura Esquivel) in ein fesselndes Ballett zu verwandeln. Und das, obwohl das Buch zum schwer fasslichen Genre des Magischen Realismus zählt, in dem fantastische Vorkommnisse ein ansonsten vollkommen realistisches Geschehen durchdringen.

Mexiko im Jahr 1910: Mama Elena (Laura Morera) regiert mit eiserner Hand über ihre drei Töchter.

Als sich Tita, ihre Jüngste (Francesca Hayward), in den Nachbarsjungen Pedro (Marcelino Sambé) verliebt, verfügt die Matriarchin, dass Pedro Titas Schwester Rosaura (Mayara Magri) ehelichen dürfe, Tita selbst jedoch getreu der Familientradition ledig bleiben müsse, um dereinst für die betagte Mutter zu sorgen. Die Hochzeitstorte, die Tita bäckt, ist von ihren Tränen durchtränkt, und alle, die davon essen, werden alsbald vom Kummer über die eigenen verlorenen Lieben aufgezehrt. In die Sauce des von ihr zubereiteten Wachtel-Gerichts gibt Tita Blütenblätter jener Rose hinein, die Pedro ihr einst geschenkt hatte. Dies wiederum hat eine stark erotisierende Wirkung auf die dritte Schwester, ...

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Tanz 7 2022
Rubrik: Kalender, Seite 43
von Mike Dixon

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