yun-su park
Welche Tänzerin wünscht sich nicht, in einer großen berühmten Kompanie zu tanzen? Die Crux an der Sache ist: Zwar bestätigt die Aufnahme die Erstklassigkeit, nur wie schafft man es anschließend, nicht in der Masse unterzugehen? Die Koreanerin Yun-Su Park hat das Glück, in John Neumeiers Hamburg Ballett zu tanzen. 1989 in Seoul geboren, schloss sie 2007 ihre Ausbildung am Hamburger Ballettzentrum ab und schaffte sogleich den Sprung ins Ensemble. Seither lenkt die groß gewachsene Asiatin immer wieder die Blicke auf sich.
In kleineren Solopartien deutete sich ihr vielseitiges Talent bereits an. Sie bezauberte als Tochter des Pharao in Neumeiers «Nussknacker», wurde ganz und gar Musik in der «Dritten Sinfonie» von Gustav Mahler, in «Préludes CV» lieferte sie sich mit Tanzpartner Thomas Stuhrmann ein hinreißendes Beziehungs-Duell. Mit spannungsvoller Grazie gab sie darin dem ursprünglich für Laura Cazzaniga, eine Blondine mit italienischem Temperament, kreierten Part ein aufregend neues Gesicht. Allerdings: Es blieben bis dato Momentaufnahmen.
Nun gab John Neumeier sein «Messias»-Ballett von 1999 einschließlich der Solistenrollen in die Hände der jungen Gruppentänzer. Eine wunderbare ...
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Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 165
von Irmela Kästner
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