Wien: Vorwürfe gegen die Ballettakademie

Seit 2010 leitet Simona Noja die Ballettakademie der Wiener Staatsoper, die am 9. April in die Schlagzeilen geraten ist. Die Stadtzeitung «Falter» publizierte unter dem Titel «Wir wurden gebrochen» einen Report über «unerträgliche Zustände» an der Schule: «Brutalität, Demütigungen, sexuelle Übergriffe, Magersucht». Die künstlerische Direktion der Akademie liegt bei Manuel Legris, Leiter des Staatsballetts; daher betrifft der Skandal das Haus an der Wiener Ringstraße unmittelbar. Begonnen hatte die Krise bereits zum Jahreswechsel.

Die Wiener Kinder- und Jugendstaatsanwaltschaft erhob zahlreiche Vorwürfe: von fehlenden pädagogischen Konzepten und Ernährungsplänen über Gewalt und Erniedrigung beim Training bis hin zu Psychostress und unzureichender medizinischer Betreuung. Von da an war es nur eine Frage der Zeit, bis die Ermittlungen publik werden würden. Die umfangreiche Recherche des «Falter» war Sache seines Chefredakteurs Florian Klenk. Die Staatsoper zeigte sich kooperativ und legte offen, was von den Behörden kritisiert wurde. Die Aussagen der Schülerinnen im Artikel geben ein trauriges Bild wider. Zudem stellte sich heraus, dass die Atmosphäre innerhalb der Akademie wohl auch ...

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Tanz Juni 2019
Rubrik: Side Step, Seite 17
von Helmut Ploebst