until the lions
Er ist mächtig in Fahrt an diesem Morgen. Wie sich herausstellt, ist Akram Khan allerdings selbst der Urheber des Problems, das ihn gerade auf Trab hält. Dabei hat der Choreograf eigentlich schon genug damit zu tun, die Vorstellungsserie von «Until the Lions» in Londons Roundhouse durchzuziehen, zumal er mit auf der Bühne steht. Das Tanzhaus Sadler‘s Wells bespielt die Arena im Norden der Stadt, die schon Popgötter wie Patti Smith oder David Bowie beehrt haben, immer dann, wenn eine Inszenierung den Guckkas-ten sprengt.
Gewiss wird Khans Neukreation auch in der üblichen Theateroptik funktionieren und deshalb dem koproduzierenden Wolfsburger Festival «Movimentos» ein Glanzlicht aufsetzen. Trotzdem ist das Roundhouse-Ambiente der ideale Ort für Khans Adaption einer Episode des Mahabharata, des bekanntesten Epos Indiens. Für die Tragödie, die er samt seinen Mitstreitern – den Tänzerinnen Ching-Ying Chien und Christine Joy Ritter sowie den Musikern Sohini Alam, David Azurza, Yaron Engler und Vincenzo Lamagna – erzählt.
Echo einer Apokalypse
Eine riesige Baumscheibe, von feinen Furchen gedrittelt, die sich ihrerseits noch einmal verzweigen – ein Schauplatz also, der in sechs Teile ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz April 2016
Rubrik: Produktionen, Seite 8
von Dorion Weickmann
Großes Drama in Bühnenchoreografie zu übersetzen, ist kein Kinderspiel. Das gewaltige Œuvre Shakespeares verweigert sich gründlich jeder vordergründigen Transposi-tion in Ballette oder Tanzstücke. Der 400. Todestag des Mannes, dem der Ehrentitel «Swan of Avon» zuteil wurde, jährt sich am 23. April und lädt dazu ein, das Verhältnis zwischen den Werken des...
im mai: pina bausch
Nicht nur die Bonner Bundeskunsthalle (siehe S. 4), auch das Bayerische
Staatsballett feiert Pina Bausch zum Auftakt seiner Festwochen. Mit «Die
Kinder von gestern, heute und morgen» (2002) legen die Bausch-Stiftung und
das Wuppertaler Tanztheater erstmals ein Werk der Choreografin in die Hände
einer anderen deutschen Kompanie – ein spannendes...
Bereits seit 2002 ist der an der Musikhochschule Köln ausgebildete Tarek Assam Ballettdirektor am Stadttheater Gießen, er hält dem kleinen Dreisparten-Haus die Treue – und umgekehrt. Er hat ein Festival, «TanzArt ostwest», etabliert und produziert unverdrossen und zuverlässig mit nur 13 Tänzerinnen und Tänzern. Im Großen Haus steht ihm in der Regel das Orchester...
