Unter Freunden
Staßfurt zum Beispiel. Ziemlich genau in der Mitte zwischen Magdeburg und Halle gelegen. Um die 25 000 Einwohner, historische Stadtmauer, Tierpark, ein hübsch restaurierter Wasserturm und die behäbig dahinströmende Bode, eher Flüsschen als Fluss. Ein Städtchen mit großer Vergangenheit, weil Geburtsort des Kalibergbaus. Davon kündet eine Senke in der Ortsmitte: Wo einst Abbau betrieben wurde, kräuselt heute der Wind die Wellen des Stadtteichs. Ringsum erinnern Gedenktafeln und schmucke Häuser an verflossene Phasen des Aufschwungs.
Und dann ist da noch das Salzlandtheater: anstelle eines eigenen Ensembles holt es Gäste und empfängt sie an einem lauschigen, zentral zwischen Burgruine und Bode gelegenen Plätzchen. Lauschig, wenn man von der Hotelruine linkerhand absieht, die seit den 1990er-Jahren vor sich hingammelt. Weil die Bodenplatte darunter gebrochen ist und niemand in das havarierte Gebäude investieren will.
Dafür wird ins Theater investiert, in die Sanierung der Empore, um die 293-Platz-Kapazität zu erweitern. Mitten im Lockdown lässt sich nichts anderes tun. Was hier eigentlich hätte stattfinden sollen, verraten Zettel an der Eingangstür: Eine Lesung mit Wladimir Kaminer – ...
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Tanz Mai 2021
Rubrik: Tanzland, Seite 42
von Dorion Weickmann
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