Tutu & Tüll

Ob Accessoires oder Schuhe, ob Prada oder Hermès: Kaum ein Alltagsphänomen macht so verliebt in Fetischobjekte aller Art wie die Mode. Was Wunder, dass der Tanz sich gern an sie schmiegt. Und umgekehrt

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Angefangen bei Coco Chanel über Yves Saint Laurent, Karl Lagerfeld bis hin zu Maria Grazia Chiuri, Diors aktueller Kreativdirektorin: Es vergeht kaum eine Saison, in der nicht eine weitere Kooperation von Mode und Tanz angekündigt oder verwirklicht wird.

So haben sich fast alle großen Modeschöpfer mit dem Ballett befasst, bis zum heutigen Tag: Die einen entwerfen Bühnenkostüme, die anderen lassen sich umgekehrt vom Ballett für ihre eigenen Kollektionen inspirieren, und wieder andere setzen Promis wie Sergei Polunin, Misty Copeland, Mikhail Baryshnikov oder Friedemann Vogel (der selbst einmal in der Branche tätig war) für Werbe- und Fotostrecken virtuos in Szene.  

So bewahrheitet sich alle paar Monate, dass das Zusammenspiel der beiden gegenwärtig märchenhaftesten Kunstformen sich großer Beliebtheit erfreut und als überaus spannend wahrgenommen wird. «Märchenhaft» meint: Ballett und Mode verfolgen das gleiche vage Ziel, indem sie danach streben, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen. Nämlich den menschlichen Körper perfekt zu inszenieren und zu präsentieren, ja ihn in diesem Sinne vollkommen zu machen. Diese Mission verbindet die beiden Disziplinen und stiftet  synergetische ...

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Tanz Jahrbuch 2019
Rubrik: Tutu & Tüll, Seite 58
von Anastasia Tolstunova

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