the good side of pain
Das Verhältnis zum Schmerz: Aus Sicht der Tänzer ist es ein fortwährender Dialog. Die «gute» Seite des Schmerzes gestattet dem Körper, an seine Grenzen zu gehen, ohne Schaden zu nehmen, indem der natürliche Abwehrmechanismus des Körpers respektiert, nicht ignoriert wird.
Untersucht man das Verhältnis von Schmerz und Tanz, so ist es hilfreich, die jüngste Definition von «Schmerz» anzuerkennen, die von der führenden Instanz auf diesem Forschungsgebiet, der International Association of the Study of Pain (IASP), formuliert wurde: «Schmerz ist eine komplexe Empfindung, die sich als unangenehme sensorische und emotionale Erfahrung im Zusammenhang mit tatsächlichem oder potenziellem Gewebetrauma äußert oder mit den Begriffen eines solchen Traumas beschrieben wird.» Dieses vitale körperliche Signal zur Vermeidung tatsächlicher oder empfundener Gefahren dient als äußerster Ausgleichsmechanismus auf der Suche nach dem Weg des geringsten Widerstandes beim Anstreben jener höchsten physischen oder emotionalen Vollendung, die im Tanz verlangt wird.
Das Gehirn verspätet sich
Schmerz ist der ultimative Lehrer. Er hält das Nervensystem und die Ambition der Tänzer im Gleichgewicht. Dasselbe ...
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Tanz Mai 2014
Rubrik: praxis, Seite 66
von Peter Lewton-Brain
Aszure Barton? Nie gehört. Neuss und St. Pölten waren die einzigen Gastspiele von Aszure Barton & Artists im deutschsprachigen Raum. Da breitet sich der Ruhm nicht unbedingt in die nächstgelegenen Metropolen aus und schon gar nicht darüber hinaus. Es braucht professionelle Spürnasen wie Bettina Wagner-Bergelt, als stellvertretende Direktorin des Bayerischen...
Marineblaue Hose, T-Shirt, ein feiner azurblauer Streifen schlängelt sich hüftabwärts bis zu den Füßen. Gebeugt sitzt die Frau an einem Tisch aus Plexiglas, rücklings zum hereinströmenden Publikum, das die Tribüne der zweiten Spielstätte des Berliner Hebbel-am-Ufer-Theaters entert und von dort aus den Blick auf einen zentral gehängten, weißwollenen...
Kathryn Bennetts, Stuttgart haben Sie als Tänzerin erlebt. Zu Forsythe-Zeiten waren Sie Ballettmeisterin in Frankfurt. 2005 gingen sie als Direktorin ans Koninklijk Ballet van Vlaanderen in Antwerpen. Drei unterschiedliche Städte, drei unterschiedliche Kompanien, drei unterschiedliche Positionen, die zwangsläufig ganz unterschiedliche Erfahrungen ermöglichten –...
