Tanzzeitschriften

Warum gab und gibt es Tanzzeitschriften? Was treibt die Macher an? Für wen schreiben sie? Ein Blick zurück nach vorn von Katja Schneider

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Die ideale Leserin, der ideale Leser kommt herum in der Welt, spielt sicher auf der Klaviatur sozialen Verhaltens und hat einen Hang zum Mondänen. Das jedenfalls suggerierte die Zeitschrift «Der Tanz», die in ihrer ersten Ausgabe mit der Aufforderung für sich wirbt: «Verlangen Sie überall, in Klubs, Cafés, Hotels und Lesezimmern, die Monatsschrift ‹Der Tanz›». Die Selbstanzeige stand zwischen Werbung für einen Modesalon und für «Wohnkultureigenheimbau».

Der ideale Leser von «Der Tanz» war im Oktober 1927 modisch «up to date», ein eifriger Klubgänger, der wissen wollte, wo die besten Bands spielten und der heißeste Charleston getanzt wurde. Die Redaktion empfahl die besten Schallplatten, in den Anzeigen konkurrierten neueste Grammofone.
Der ideale Leser von «Der Tanz» interessierte sich gleichermaßen für «Toiletten zum Tanz» wie für eine Fotostrecke über Revue. Er vertiefte sich in einen seitenlangen Artikel über die «Entwicklungsphasen des modernen Tanzes», geschrieben von Max Terpis, der, obwohl Ballettmeister der Berliner Staatsoper, wusste, wovon er schrieb: Er hatte bei Rudolf von Labans Assistentin Suzanne Perrottet und bei Mary Wigman studiert, dann mit Harald Kreutzberg und ...

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Tanz Februar 2010
Rubrik: Traditionen, Seite 52
von Katja Schneider

Vergriffen
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