Tanz gibt's rezeptfrei

Ohne Risiken und Nebenwirkungen: Berliner Tänzerinnen teilen ihr Wissen mit Menschen, die an Parkinson oder Multipler Sklerose erkrankt sind

Seltsame Ankündigung: «‹Switch2Move› is a method developed with the aim to marry health, movement and art». Wird hier ein kunstaffines Lifestyle-Produkt für gestresste Hipster angepriesen? Hört sich so an, aber Andrew Greenwood, ehemaliger Tänzer und erfahrener Ballettmeister, hat eine andere Klientel vor Augen.

Als sich 2012 ein Tänzer mit der Diagnose «Parkinson» an ihn wandte, nutzte er seine Erfahrungen und sein Wissen und entwickelte «Switch2Move», eine Methode, die es an Multipler Sklerose (MS) Erkrankten oder Parkinson-Patienten erlaubt, sich in der Bewegung zu entspannen, die eigene Körperkraft zu spüren, Selbstvertrauen zu gewinnen. Greenwood gründete die «Dance for Health Foundation» und führte bei Het Nationale Ballet in Amsterdam Tanzangebote für Menschen mit MS und mit Parkinson ein – mit großem Erfolg. Seitdem reist er quer durch Europa, um «Switch2Move» in Workshops an Tänzer, Tanztrainer und -pädagogen, weiterzugeben. Andrew Greenwood ist ein charismatischer Überzeugungstäter – und der festen Meinung: «Art is the shadow of health care.»

Samstagvormittag in einem Ballettsaal des Staatsballetts Berlin. Die Tänzerinnen Soraya Bruno und Stephanie Greenwald empfangen ...

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Tanz März 2019
Rubrik: Praxis, Seite 68
von Claudia Henne