Sidi Larbi Cherkaoui

Tanz - Logo

Das Schöne an Sidi Larbi Cherkaoui ist, dass er so vieles gleichzeitig sein kann. Marokkaner und Belgier, ernsthaft und übermütig, systematisch und sehr spontan. Alle nennen ihn Larbi, weil dieser Name unsereinem doch leichter von der Zunge rollt als Cherkaoui. Er ist ein Mann Anfang dreißig, sehr schmal, sehr zart, mit weißer, fast durchscheinender Haut, der aussieht wie ein Flame, vor allem, wenn er seine Haare bleicht – und dann dieser arabische Name! Solche Widersprüche liebt er, im Leben und auf der Bühne.


Eigentlich wollte er Maler werden, aber dafür war er zu ungeduldig, es war ihm zu einsam, zu endgültig – mit Bewegungen zu malen, mit Musik und Menschen, immer wieder neu anzufangen, es besser, immer noch besser zu machen, das war die Herausforderung, mit der er sich wohl fühlte. Und er konnte dabei aus  vielen Wurzeln schöpfen: klassische arabische Musik, gregorianische Gesänge, HipHop, Mathematik. Das Flüchtige des zeitgenössischen Tanzes, das ewige Versprechen von Wiederholung und Variation, fügte alles zusammen und veränderte es, ließ ihn zum schillernden Hexenmeister werden über die Räusche von Körper, Geist und Abstraktion. Die Offenbarung hieß für ihn Pina Bausch, und ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2007
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 114
von Renate Klett

Vergriffen
Weitere Beiträge
Fliegen

Um lebens willen 

«Oben war nur der Himmel und eine Wolke in seiner Mitte – wie ein plattes Gesicht mit geschlossenen Augen und dem Anflug eines Lächelns. Unten war lange Zeit nichts als Nebel gewesen, und als er sich endlich verzog, spürte Marina eine solche Müdigkeit, dass sie sich noch kaum in der Luft zu halten vermochte. Aus der Höhe waren nur wenige Anzeichen...

Lisa Spets

ZebraDans is the first Swedish theatre dedicated to dance for children and teenagers. And although Lisa Spets, founder and artistic director of ZebraDans, may not have any explicit political or aesthetic agenda, the act of setting up and running ZebraDans is pure practical (aesthetic) politics.
ZebraDans is a pun – it translates literally as “see high quality...

Peter Trosztmer

An intelligent, committed and beautiful mover has found himself. While performing with the well-respected Montréal Danse repertory company, he had, as he calls it, “a desire to be on the decision-making team, not just a follower.” Artistic director Kathy Casey encouraged him to voice his opinions and that inevitably led him to think about how to keep working in a...