Sharon Eyal: «Promise»
Ein Tanzstück wurde vor der Pandemie zum Quotenhit am Mainzer Staatstheater: «Soul Chain» von Sharon Eyal. Jetzt hat die israelische Choreografin mit drei Tänzerinnen und vier Tänzern in ziemlicher Abgeschiedenheit an «Promise» gearbeitet, das im Kleinen Haus zur Uraufführung kam. Das Stück ist nur 45 Minuten lang, aber wie stets bei Eyal ein unaufhörlicher intensiver Bewegungsfluss.
Himmelblau sind diesmal die Kostüme von Rebecca Hytting: hochgeschlossene Badeanzüge und bis zur halben Wade reichende Socken für alle.
Über dem Ensemble schweben zeitweise fahle ferne Sterne (Licht und Bühne: Alon Cohen). Und Ori Lichtik hat wieder einmal von Technobeats geprägte Musik beigesteuert, deren treibender Rhythmus allerdings unterbrochen wird für etwas Béla Bartók, Patrick Watson, Frankie Laine.
Sharon Eyals Wahrzeichen, das Trippeln und Hippeln auf halber Spitze, fordert die Ausdauer der Mainzer Tänzer erneut heraus. Aber es gibt viele Ballungen des Ensembles, sieben Körper, die sich aneinander schmiegen, pressen, zusammengesteckte Köpfe, eine in Zeiten von Corona schon fast erschreckende Intimität. Manchmal wirken die Tänzerinnen und Tänzer dabei geradezu ekstatisch, wie sie die Hände ...
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Tanz Januar 2022
Rubrik: Kalender, Seite 35
von Sylvia Staude
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Auditions
Ballett Trier is looking for female dancers for the upcoming season 2022/23
Audition (by invitation only): 30 January Application deadline: 20 January audition@theater-trier.de
Fortbildungen
SNDO | Academy of Theatre and Dance, Amsterdam University of the Arts Bachelor in Choreography
Auditions: 24 – 31 March
Application deadline: 4 February sndo@ahk.nl; ...
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Was für ein Thema für den zeitgenössischen Tanz: Im vierten Teil seines Romans «2666» – «Verbrechen» – beschreibt Roberto Bolaño die Leichenfunde von Ciudad Juárez, die zu einer seit Anfang der 1990er-Jahre im Norden Mexikos andauernden Mordserie gehören. Yolanda Morales’ Arbeit «2666» bezieht sich, neben dem brutalen Femizid, der in...
