Sensibilität
Die fundamentale Bedeutung, die zwischenmenschliche Berührung für uns Menschen hat, wird vielen wohl erst jetzt klar – in einer Krise, in der man sich nicht mehr berühren darf. All die kleinen Alltagsberührungen, zur Begrüßung, zum Abschied, aus Dank, als Anerkennung, als Aufmerksamkeit, als Trost, als Geste der Unterstützung – sie müssen wegfallen. Und hinterlassen ein Gefühl von Leere und Distanziertheit. Berührungen gehören zu unseren Ritualen und sind ein nicht wegzudenkender Teil unserer Kommunikation.
So fühlen sich Begegnungen mit Freunden auf zwei Meter Abstand seltsam und schal an. Und jede Begrüßung und jeder Abschied mündet in eine kleine Verwirrung: Was tut man nun statt Umarmung, Küsschen oder Händeschütteln? Wie beginnen wir eine Begegnung und wie beenden wir sie, wenn diese Rituale fehlen? Wie können wir Trost oder Dank ausdrücken? Wir spüren alle ein Bedürfnis nach Berührung, das wir vorher kaum kannten.
Ich und die anderen
Berührungen sind essenziell, um Nähe aufkommen zu lassen. Nicht nur physisch, sondern auch psychisch. Mit einer liebevollen Berührung vermitteln wir einander, dass wir füreinander da sind, und stärken unsere Beziehung zueinander. Diese wichtige ...
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Tanz Jahrbuch 2020
Rubrik: Jahrbuch 2020, Seite 36
von Rebecca Böhme
Gabriele Naumann-Maerten, viele Menschen hatten zuletzt sehr viel Zeit und haben sich Gedanken gemacht über sich, ihre Karriere, ihre Zukunft. Spürt man die Ergebnisse dieser Zweifel auch in der Praxis des Coaching, bei der Beratung von Menschen, die etwas bei sich oder in ihren Firmen ändern wollen? Alle Menschen, wenn sie in Veränderungsphasen sind, fragen sich:...
Liebe Freunde, unvermittelt finden wir uns mit einem Phänomen konfrontiert, das in seiner Größenordnung für die Menschheit etwas noch nie Dagewesenes darstellt. Sein Name – «Corona» – leitet sich vom Lichtkranz der totalen Sonnenfinsternis ab, einem Naturschauspiel, das für uns mit intensiven Empfindungen verbunden ist: Alles wird von Dunkelheit verschlungen, und...
2007 saß ich in einem Flugzeug von Melbourne nach Paris. Wir hatten gerade «The Show Must Go On» gespielt. In den Zeitungen an Bord las ich einen Artikel, in dem es hieß, dass aufgrund der Klimaerwärmung jede*r seine CO2-Emissionen reduzieren müsse. Mit mir waren 20 Tänzer*innen im Flugzeug. Sofort kam mir die Idee, künftig nicht mehr mit der ganzen Kompanie zu...
