Politikum
Es ist ein gutes Jahr her, dass Sie am Moskauer Bolschoi-Theater das Ballett «Orlando» erarbeitet haben. Aus dieser Zeit werden sich Kontakte erhalten haben. Wie erleben Sie die derzeitige Situation im Widerhall der Ihnen bekannten Tänzer und Tänzerinnen?
Ich persönlich bin vor allem mit jenen west- oder nichteuropäischen Tänzern und Tänzerinnen im engen Kontakt, die das Land fluchtartig verlassen haben, weil sie Kriegsrecht und damit Grenzschließungen befürchten mussten.
Selbstverständlich versuchen wir, und das heißt in diesem Falle: fast alle Ballettensembles, allen Tänzern und Tänzerinnen zu helfen – egal, ob sie aus Russland oder der Ukraine stammen. Sie können erst einmal mit unseren Ensembles trainieren. Aber wir schauen auch zu, wie wir Ihnen finanziell oder anderweitig unter die Arme greifen können.
Haben sich denn Ihre Beziehungen unter dem Druck der Politik verändert?
Meine persönlichen sind ungestört. Immer wieder habe ich dabei allerdings den Eindruck, dass das wirkliche Elend in der Ukraine von meinen russischen Gesprächspartnern nicht immer in seinem ganzen Ausmaß erkannt wird. Die Menschen in Russland sind Gefangene in Putins Propaganda-Maschinerie, sie können ...
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Tanz April 2022
Rubrik: Ukraine-Krieg, Seite 10
von Hartmut Regitz
Er kann zufrieden sein. Mit seinen neunzig Lebensjahren genauso wie mit dem Erfolg seines letzten Balletts. An der Pariser Opéra, also dort wo für ihn alles begonnen hat, brachte Pierre Lacotte im vergangenen Herbst eine Bearbeitung von Stendhals Literaturklassiker «Le Rouge et le Noir» auf die Bühne, die zeigt, wie historisierendes Handlungsballett heute noch...
tanz. Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance
Herausgeber Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
Redaktion Sofie Goblirsch, Falk Schreiber, Marc Staudacher, Dorion Weickmann (Leitung), Arnd Wesemann Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin Tel. +49-30-254495-20, Fax -12 redaktion@tanz-zeitschrift.de www.tanz-zeitschrift.de
Gestaltung & Art direction Marina Dafova
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In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 bombardierten britische Streitkräfte das 630 000 Einwohner zählende Dresden. Der schwerste Luftangriff des Zweiten Weltkriegs, den die Deutschen entfesselt hatten, legte Elbflorenz in Schutt und Asche. 25000 Menschen fanden den Tod. Soweit die Schreckensbilanz des letzten Flächenbrands auf europäischem Boden – für eine...
