Parklife
Ricardo Carmona, mit der aktuellen Ausgabe leiten Sie erstmals das Festival «Tanz im August». Naheliegende Frage: Was wird sich ändern?
Natürlich wird es Veränderungen geben, aber ich sehe mich in einer Reihe mit den vorangegangenen Künstlerischen Leiter*innen. Ich denke viel über Kontinuitäten nach, darüber, was in den Jahren zuvor war, besonders unter meiner Vorgängerin Virve Sutinen. Aber ich schaue auch zurück auf die ersten Ausgaben in den Neunzigern. Ein Festival verstehe ich als dramaturgische Arbeit, der ich meine Perspektive hinzufüge.
Natürlich bin ich ein anderer Mensch als meine Vorgängerin, so wie sie anders als ihre Vorgänger*innen war, und, ja, das wird im Festival auch so reflektiert werden.
Wie sieht Ihre Perspektive denn aus?
Im Grunde gibt es drei Linien. Einmal geht es um das Verhältnis zwischen Tanz und Ökologie, um Nachhaltigkeit, darum, wie das Festival im Hinblick auf die Produktionsbedingungen, Reisen, Unterkunft aufgestellt ist. Und was sich dabei für Herausforderungen ergeben – denn das Festival wird weiterhin sehr international bleiben, wir werden reisen, wir werden Künstler*innen hierherholen. Eine Serie von Projekten untersucht diese Beziehung ...
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Tanz August-September 2023
Rubrik: Tanz im August, Seite 18
von Falk Schreiber
Schulgründung
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