Parklife
Ricardo Carmona, mit der aktuellen Ausgabe leiten Sie erstmals das Festival «Tanz im August». Naheliegende Frage: Was wird sich ändern?
Natürlich wird es Veränderungen geben, aber ich sehe mich in einer Reihe mit den vorangegangenen Künstlerischen Leiter*innen. Ich denke viel über Kontinuitäten nach, darüber, was in den Jahren zuvor war, besonders unter meiner Vorgängerin Virve Sutinen. Aber ich schaue auch zurück auf die ersten Ausgaben in den Neunzigern. Ein Festival verstehe ich als dramaturgische Arbeit, der ich meine Perspektive hinzufüge.
Natürlich bin ich ein anderer Mensch als meine Vorgängerin, so wie sie anders als ihre Vorgänger*innen war, und, ja, das wird im Festival auch so reflektiert werden.
Wie sieht Ihre Perspektive denn aus?
Im Grunde gibt es drei Linien. Einmal geht es um das Verhältnis zwischen Tanz und Ökologie, um Nachhaltigkeit, darum, wie das Festival im Hinblick auf die Produktionsbedingungen, Reisen, Unterkunft aufgestellt ist. Und was sich dabei für Herausforderungen ergeben – denn das Festival wird weiterhin sehr international bleiben, wir werden reisen, wir werden Künstler*innen hierherholen. Eine Serie von Projekten untersucht diese Beziehung ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz August-September 2023
Rubrik: Tanz im August, Seite 18
von Falk Schreiber
«Das Tanzkunstwerk hat seine Zeit, nicht anders als der Tänzer selber der Zeitspanne verhaftet ist, die es ihm gestattet, sich seines Körpers als Instrument souverän zu bedienen. Das ist das tänzerische Schicksal. Wir alle haben es erfahren und anerkennen müssen. Und doch geschieht nichts umsonst. Alles Gelebte und aus dem Erlebten Gestaltete erhält und erfüllt...
Insgesamt fünf Künstler*innen sind bei Beyoncés «Renaissance World Tour» zuständig für den choreografischen Part: Fatima Robinson (Director of Choreography), Chris Grant (Lead Choreographer), Dana Foglia (Choreographer) sowie Tia Rivera und Adrian Wiltshire (Associate Choreographers). Sie dirigieren 20 Tänzer*innen für großformatige Gruppenszenen sowie das...
Ruhrgebiet
RUHRTRIENNALE
Die Spielorte sind ungewöhnlich, die Produktionen auch: Die «Ruhrtriennale» gehört zu den Festivals, auf denen sich immer Entdeckungen machen lassen. In diesem Jahr ist hier Mette Ingvartsens knalliger «Skatepark» (S. 42) unterwegs, etwas später wird ein Kindheitstrauma bearbeitet – in Gisèle Viennes Uraufführung «Extra Life». Mit Amanda...
