nacho duato

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Die Federn der Fachpresse wider seine Berufung sind gespitzt, manches Messer zum genüsslichen Tranchieren der Personalie scheint dauergewetzt. Über seinen Zenit als Choreograf sei er hinaus, wird gewettert. Rein sachlich tritt Nacho Duato als neuer Intendant beim Staatsballett Berlin ein zwiespältiges Erbe an. Er übernimmt eine formidable, konkurrenzfähige Kompanie. Ob sie, wie es Vorgänger Vladimir Malakhov seinerzeit beim Amtsantritt versprach, zum Halbdutzend der führenden Truppen auf diesem Planeten gerechnet werden kann, ist Ansichtssache.

Fairerweise belässt Duato sie vorerst in ihrer derzeitigen Konstellation, sieht man von Kündigungen in der Gruppe und dem Weggang der Ersten Solisten Rainer Krenstetter und Wieslaw Dudek ab. Schwieriger steht es ums Repertoire, das eine romantisierende Dekade lang das wenig ertragreiche Experimentierfeld des choreografierenden Intendanten war. Das Staatsballett darf nun nicht zum Duato-Memorial werden. Maßstab muss das ähnlich ausgerichtete, wenngleich personell fast doppelt so starke Ballett der Pariser Oper mit seinem stilistisch einzigartig vielfältigen Spielplan sein. Dass dort mit Benjamin Millepied ebenfalls ein neuer Direktor ...

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Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 156
von Volkmar Draeger

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