Nach Mulhouse: Bruno Bouché
Vom Opéra-Tänzer zum Ensemble-Chef, beinahe in einem Sprung: Der kaum bekannte Bruno Bouché, 38, wurde am 1. September Nachfolger von Ivan Cavallari an der Spitze des Ballet du Rhin an der Opéra national du Rhin (Straßburg/Mulhouse/Colmar) und soll die in Mulhouse ansässige Truppe aus ihrer künstlerischen und medialen Versenkung befreien. Bouché verspricht mehr europäische Einbindung und Öffnung zu anderen Kunstsparten. In Leipzig kennt man ihn als einen der Choreografen von «Französische Chansons». An der Pariser Opéra tanzte Bouché seit mehr als zehn Jahren im Rang eines sujet.
Ein premier danseur wurde er nicht. Dafür rief er das Kollektiv Incidence chorégraphique ins Leben, das Opéra-Tänzern die Möglichkeit gibt, eigene Stücke zu kreieren. Benjamin Millepied berief ihn 2015 in die choreografische Akademie der Opéra.
Außerhalb des Hauses arbeitete Bouché mit dem internationalen Kunststar JR (jr-art.net), für dessen Film «Les Bosquets» er eine Choreografie für vierzig Tänzer entwarf. Zudem übernahm er die künstlerische Leitung des Festivals «Les Synodales» im Burgunder-Städtchen Sens. Zuletzt stand er in einem Solo-Auftritt über Alltag und Enttäuschungen im Leben eines Tänzers ...
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Tanz Oktober 2016
Rubrik: Menschen, Seite 29
von Thomas Hahn
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