Mittelkürzung
Der Tanz in Berlin boomt. Nur dass dieser Boom sich nicht in entsprechender Wertschätzung durch die Politik abbildet. Ein Beispiel: Zwischen 2015 und 2017 wurden Tanz-Künstler*innen und -Institutionen vom Land Berlin mit jährlich 15,3 Millionen Euro gefördert, wovon knapp die Hälfte alleine an das Staatsballett ging. Und: Berlin hat ein Platzproblem, es gibt kaum geeignete Orte für Tanz. Neben den Uferstudios sind das vor allem Häuser wie das Hebbel am Ufer, das Radialsystem oder die Sophiensæle, die auch andere Bereiche der Darstellenden Künste abdecken müssen.
Oder es sind winzige Spielstätten mit unter 100 Plätzen.
Diese stiefmütterliche Behandlung will eine Initiative von Berliner Tanzschaffenden beenden: Pläne für ein Tanzhaus in der Hauptstadt liegen in der Schublade, angedacht ist ein Ort für Proben, für Netzwerke und Diskurse, auch ein Theatersaal mit rund 600 Plätzen (tanz 2/23). Im Sommer vorigen Jahres wurde ein ausgearbeitetes Konzept dem (mittlerweile abgewählten) rot-rot-grünen Senat vorgelegt. Ohne Ergebnis.
Eine Mittelkürzung für das Projekt bestätigt Hannah Dannel, Sprecherin des neuen Kultursenators, Joe Chialo von der CDU. «Im Rahmen der Parlamentarischen ...
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Tanz Dezember 2023
Rubrik: Sidestep, Seite 20
von Falk Schreiber
HOOVER HAGER LASSNIG
Licht, Raum und Körper sind zentrale Elemente der Kunst von Anneliese Hager (1904 – 1997), Maria Lassnig (1919 – 2014) und Nan Hoover (1931 – 2008). Was nach einem typisch performativen Zugang klingt, versteckt sich zumindest bei Hager hinter Fotogrammen und bei Lassnig hinter Malerei, einzig Hoover wurde (neben Licht- und Videokunst) auch mit...
Deutschland
On tour
«Breakin’ Mozart», Klassik meets Breakdance, Show von Regisseur Christoph Hagel mit der DDC – Dancefloor Destruction Crew: Berlin, Philharmonie, 12. Dez.; Frankfurt/Oder, Kleist Forum, 13. Dez.; München, Prinzregententheater, 18. Dez.; Limburg an der Lahn, Stadthalle, 19. Dez.; Neustadt an der Weinstraße, 20. Dez.; Würzburg, Congress Centrum,...
Wasser fasziniert Dimitris Papaioannou schon immer. In der Performance «Ink» setzt er es als symbolisches und skulpturales Element ein: Aus einem Sprinkler werden Hunderte Liter auf der mit Plastikplanen verhängten Bühne im Haus der Berliner Festspiele versprüht, gleich zu Beginn durchnässt ein Strahl den Performer. Später sammelt Papaioannou das Wasser in einem...
