mitsutake kasai
Mitsutake Kasai hat einen berühmten Vater: den legendären Butoh-Tänzer und Choreografen Akira Kasai, der ab 1972 mehrere Jahre in Deutschland lebte und später den Sohn die Kunst des Butoh lehrte. Zeitgenössischen Tanz studierte er bei Kota Yamazaki, der oft in den Stücken seines Vaters tanzte. Nach weiterführenden Studien in New York begann Mitsutake Kasai, eigene Kreationen zu zeigen. Sein breit gefächertes Potenzial als Tänzer stellte Mitsutake Kasai spätestens in der Spielzeit 2013/14 unter Beweis.
An der Seite von Yurie Shimomura übernahm er in Seiichi Shinoharas «Femme Fatale» die Rolle Johannes‘ des Täufers, die er mit stupender Bühnenpräsenz interpretierte. In Tero Saarinens neuer Kreation «MESH» bestach Kasai jr. in einer zentralen Partie mit androgyner, dem Stück eine profunde mythische Dimension verleihender Anmutung. Kein Zweifel: Mitsutake Kasai wird sich neuen Herausforderungen stellen und im Geiste der Multikulturalität des Tanzes noch häufig über seine Grenzen hinauswachsen.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 159
von Akiko Tachiki
Nicht zuletzt angeregt durch den Tanzfonds Erbe beschäftigt sich eine zunehmende Zahl von Choreografen mit der Wieder-Holung vergangener Tanzereignisse. Dabei tritt neben der Diskrepanz zwischen Aufführung und nachgelassenen, oft unbefriedigend unvollständigen Aufzeichnungsmaterialien die Frage, über welches Verfahren sich dem Gewesenen denn anzunähern sei.
Mit den...
«Ich bin der stille Schatten im Hintergrund», sagt Christopher Roman einmal in der Mitte des langen Gesprächs. Wenn es um die Forsythe Company geht, ist die Rede zur Zeit meist von William Forsythe selbst, der die Leitung aus gesundheitlichen Gründen abgegeben hat, aufgeben musste, und Jacopo Godani, der ab August 2015 an die Spitze einer Truppe rückt, die dann...
Es ist ein Hype. Das Ballett am Rhein ist die deutsche Trend-Kompanie schlechthin, bei ihren Premieren wird die Düsseldorfer Oper zum place to be der Ballett- wie der nordrheinwestfälischen Finanz-Schickeria. Und wie sich das für einen richtigen Hype gehört, braut sich allmählich auch der Gegenhype zusammen. In der letzten Premiere vor der Sommerpause fanden einige...
