Melanie Lane «Bone Smoke»
Apocalypse Now … Wie derzeit viele ihrer Kollegen entscheidet sich auch die javanisch-australische Choreografin Melanie Lane dafür, ihr neues Tanzstück als Dystopie anzulegen. Für «Bone Smoke», uraufgeführt beim Dance Theatre Heidelberg, ließ sich die Choreografin vom 1815 erfolgten Ausbruch des Schichtvulkans Tambora auf der östlich von Java gelegenen indonesischen Insel Sumbawa inspirieren. Das Thema passt zum Heidelberger Ensemble – die Vorliebe von Tanzchef Iván Pérez für Mythen, Themen und Geschichten, die die Menschheit im existenziellen Sinne betreffen, ist bekannt.
Und der Abend beginnt gut. Man blickt auf ein von Bühnenund Kostümbildnerin Katharina Andes entworfenes, hohes und in Rottönen ausgeleuchtetes Rechteck, vor dem künstliche schwarze Felsstücke liegen. Das Bild begeistert als Vexierspiel. Man scheint einerseits aus irgendeinem Fenster auf loderndes Feuer zu schauen, andererseits in Nahaufnahme das Verglimmen des Vulkans zu erleben. In diese Landschaft lässt Lane die Tänzer hineintaumeln. Langsam und ruhig bewegt sich jeder für sich in Zeitlupe – und doch mit starker innerer Verbundenheit.
Das Tempo steigert sich, wie in einem vielstimmigen Musikstück verteilen ...
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Tanz November 2023
Rubrik: Kalender, Seite 37
von Alexandra Karabelas
Vorschau:
Kat Válastur
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