Mackenzie Brown
Ich glaube, es war eine dringend nötige Auszeit für die ganze Welt. Davor schien die Gesellschaft das Tempo immer mehr zu beschleunigen. Die Pandemie hat eine Ruhepause ermöglicht, wenn auch eine erzwungene. Leider hat sich auch viel Tragisches und Trauriges ergeben, aber die Pandemie hat uns erlaubt, einen Schritt zurückzutreten, unser Leben zu analysieren und herauszufinden, wofür wir wirklich leben, und was wir mit unserem Leben anfangen wollen.
Wir können, das haben wir wohl gelernt, nicht alles kontrollieren. Wir haben nicht die Macht, eine Pandemie verschwinden zu lassen.
Wir haben nur die Möglichkeit, das Beste aus der aktuellen Situation zu machen. Wir haben die Pflicht, die Initiative zu ergreifen und dasBeste aus dem zu machen, was uns gegeben wurde, um unser Leben zu meistern. Das haben wir zu tun versucht – obwohl wir natürlich sehnsüchtig auf eine Corona-freie Zeit warten. Die letzten Monate haben mich daran erinnert, niemals aufzugeben. Das alte Sprichwort «when the going gets tough, the tough get going» ist passend für diese Zeit. In dem Moment, wo ich diese Zeilen schreibe, ist es noch nicht so weit – aber ich würde sehr gerne wieder vor einem Live-Publikum ...
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Tanz Jahrbuch 2021
Rubrik: Pandemie, Seite 63
von
Im Frühjahr 2020 hatte ich gerade damit begonnen, ein Ballett mit dem Titel «Gloria» zu choreografieren, als nach wenigen Probentagen der Prozess abrupt abgebrochen wurde. Es war sehr unwirklich. Mit den Proben zu einem neuen Stück beginnt normalerweise eine Art Eintauchen. In die Musik, in das Schrittmaterial, den Raum, das Thema. Die Außenwelt rückt währenddessen...
Ganz klar: Die zurückliegenden eineinhalb Jahre waren eine enorme Herausforderung für die gesamte Kunstwelt. So vieles, was wir bis dahin als selbstverständlich erachtet hatten, war uns plötzlich nicht mehr zugänglich. Ich persönlich war überwältigt von Gefühlen der Hilflosigkeit. Zugleich eröffneten sich in jenen Monaten aber auch viele Möglichkeiten, die es zu...
Sie hat uns während dieser Pandemie unzählige Glücksmomente beschert: Tiler Peck, Principal am New York City Ballet. Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen, fragte sie eben bei William Forsythe an, ob der etwas für sie kreieren könnte, et voilà: Der Meister wartete mit «The Barre Project – Blake Works II» auf – einer der beiden Gewinnerproduktionen des...
