Mackenzie Brown
Ich glaube, es war eine dringend nötige Auszeit für die ganze Welt. Davor schien die Gesellschaft das Tempo immer mehr zu beschleunigen. Die Pandemie hat eine Ruhepause ermöglicht, wenn auch eine erzwungene. Leider hat sich auch viel Tragisches und Trauriges ergeben, aber die Pandemie hat uns erlaubt, einen Schritt zurückzutreten, unser Leben zu analysieren und herauszufinden, wofür wir wirklich leben, und was wir mit unserem Leben anfangen wollen.
Wir können, das haben wir wohl gelernt, nicht alles kontrollieren. Wir haben nicht die Macht, eine Pandemie verschwinden zu lassen.
Wir haben nur die Möglichkeit, das Beste aus der aktuellen Situation zu machen. Wir haben die Pflicht, die Initiative zu ergreifen und dasBeste aus dem zu machen, was uns gegeben wurde, um unser Leben zu meistern. Das haben wir zu tun versucht – obwohl wir natürlich sehnsüchtig auf eine Corona-freie Zeit warten. Die letzten Monate haben mich daran erinnert, niemals aufzugeben. Das alte Sprichwort «when the going gets tough, the tough get going» ist passend für diese Zeit. In dem Moment, wo ich diese Zeilen schreibe, ist es noch nicht so weit – aber ich würde sehr gerne wieder vor einem Live-Publikum ...
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Tanz Jahrbuch 2021
Rubrik: Pandemie, Seite 63
von
Inmitten all der pandemiebedingten Schwierigkeiten bestand ein positiver Aspekt darin, dass wir ungewöhnlich viel Zeit für persönliches Coaching, Proben und Training gehabt haben. Normalerweise hetzen wir von Produktion zu Produktion, Probenräume sind begrenzt usw. Zum ersten Mal in den 15 Jahren meiner Leitung des Semperoper Balletts in Dresden hatten wir für all...
Am 19. Mai öffneten Frankreichs Theater ihre Tore. Allgemeines Aufatmen blieb aus, zu viele Probleme waren ungeklärt. Da ist vor allem der Streit um die Reform der Arbeitslosenversicherung, die den ohnehin gebeutelten Künstler*innen und Techniker*innen weitere Opfer abverlangen wird. Etwa ein Drittel muss sich wohl einen neuen Beruf suchen. Auch zwischen den...
Einen Länderreport soll ich schreiben, bittet die Redaktion, wo ich doch in England lebe und viel in Spanien bin. Ich sage mehrfach nein und dann doch ja. Dabei zeichnet sich diese Spielzeit dadurch aus, dass ich in England praktisch nonstop, in Spanien aber nur ein einziges Mal war, nämlich letzten Dezember, in Barcelona. Andersherum wäre länderreportmäßig besser...
