kim kimin
Seit einigen Jahren schaut sich das Mariinsky-Theater verstärkt auch außerhalb von Sankt Petersburg nach Top-Tänzern um, und einige dieser Auserwählten haben für ziemlichen Wirbel gesorgt. Zwar sind sie den Absolventen der Waganowa-Akademie in nichts überlegen, doch ihr Stil ist erfrischend anders.
Die spannende Frage, die sich derzeit der Beobachterin stellt, ist: Warum werden gerade diese Tänzer und nicht andere Kandidaten aus dem Mariinsky-Ballett mit Rollen aus dem klassischen Repertoire des Hauses bedacht? In einem Fall jedoch stellt sich diese Frage nicht: Der junge Tänzer Kim Kimin, vor zwei Jahren ans Mariinsky gekommen, hat sich seither als wahres Schmuckstück für die Kompanie herausgestellt. Kimin ist der strahlendste Stern der jungen Tänzer-Generation und reiht sich ein in die Linie jener charismatischen Tänzer, die dem einstigen Kirov-Ballett zum Ruhm gereichten – Tschabukiani, Nurejew, Panow, Baryshnikov oder Ruzimatov.
Im Gegensatz zu jenen anderen Tänzern, die nicht aus den Mariinsky-Reihen stammen, harmoniert der Stil des gebürtigen Südkoreaners Kimin vollauf mit der am Mariinsky-Ballett gepflegten Tradition. Mehr noch: Seine Bewegungen weisen alle Charakteristika ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 159
von Natalia Zozulina
Neben den Werken stil- und modebildender Kollegen wie Wayne McGregor oder Marco Goecke wirken seine minimalistischen Ballette fast ein bisschen verschwindend, manchmal geradezu lakonisch. Aber nicht nur das Stuttgarter Ballett, das bereits drei Stücke bei ihm in Auftrag gegeben hat, setzt auf den Rumänen Edward Clug, der seit elf Jahren das Ballett im slowenischen...
Welche Wünsche hat man an den Tanz, und wer ist geeignet, diese zu erfüllen? Was suchen wir allabendlich auf der Bühne? Ein Stück von der Freiheit, eine wirklich gute Idee, ein Bild für den nächsten nächtlichen Albtraum? Und wer kann gar die Fahne der Hoffnung tragen – oder ist es eine Fackel? Wenn jemand für die Hoffnung einstehen kann, dann wohl das...
Ein Nebeneffekt der Aufbewahrung von irgendetwas in einem Raum, den wir Museum nennen, ist das Anwachsen seiner Bedeutung in den Augen des Besuchers, unabhängig davon, ob er sie erkennt oder nicht. Man hat es ausgestellt, dann wird es bedeutend sein. Man hat es gedruckt, dann wird es gut sein. Es kostet 10.000 Euro, dann muss es auch was wert sein. Wenn es der Mühe...
