Kate McIntosh «TO SPEAK LIGHT POURS OUT»

Wien on tour

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Kann ein Rhythmus, ein mit den Händen geschlagener Takt, bereits politisch sein? In Kate McIntoshs «To Speak Light Pours Out» ist er das auf jeden Fall. Die in Brüssel arbeitende Neuseeländerin hat das Stück – koproduziert u. a. von PACT Zollverein, Künstlerhaus Mousonturm, Wiener Festwochen – in einer Residenz am Schauspiel Leipzig erarbeitet.

Sie untersucht darin zusammen mit drei Performerinnen die politischen Potenziale der Percussion und kontrastiert diese rhythmische Suche mit poetischen Texten über das Andere, also jene, die nicht weiß, männlich und heterosexuell durchs Leben gehen. Dabei sucht McIntosh vor allem polyrhythmische Phänomene – Vielfalt statt monochromer Ordnung, so wie sich im Publikum der Herzschlag angleicht, aber niemals der Atem, wie eine Textpassage besagt.

Ghyslaine Gau, Arantxa Martinez und Stina Fors ergeben ein vielstimmiges Trio. Einzige Requisiten sind ein Schlagzeug mit diversen goldbefransten Trommeln (die von innen beleuchtet werden können), eine ganze Reihe Trommelsticks und Becken sowie andere Schlagwerke wie Klanghölzer oder Gongues. Die erste Runde geht an den monotonen Wummerbeat, handgemachter Techno im Grunde, die Base-Drum am Anschlag und ...

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Tanz Mai 2021
Rubrik: Kalender, Seite 33
von Torben Ibs

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